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Kaufering

21.08.2018

Ferienprogramm: Wenn Kinder Zirkus machen

Mehr als 100 Mädchen und Buben zeigten bei der Gala ihr Können.
Bild: Julian Leitenstorfer

Das Zeltlager auf der Kuglerwiese in Kaufering und die Gala zum Abschluss haben Tradition. Auch heuer sind über 100 Mädchen und Buben mit Feuereifer dabei.

Nanu? Die Musik klingt doch nach live und handgemacht? Die Überraschung gelingt: Bei der traditionellen Zirkusgala am Ende des beliebten Zirkuszeltlagers auf der Kuglerwiese in Kaufering spielt doch wirklich eine richtige Zirkuskapelle. Die Organisatoren der vom Amt für Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit dem Markt Kaufering ausgerichteten Sommerferienfreizeit für Sieben- bis Zwölfjährige konnten dank guter Kontakte die Musiker vom gerade eben über die Bühne gegangenen Circus Sankt Ottilien engagieren.

Das machte doch gleich noch ein wenig mehr her und die Umbaupausen waren gut überbrückt. Wichtigste Personen allerdings waren die mehr als 100 Kinder, die gemeinsam mit 35 Betreuern tolle Kunststücke einstudiert hatten und diese bei der Gala präsentieren durften. Die begeisterten Zuschauer durften Jonglage und Zauberei erleben. Bei Artistik unter der Zirkuskuppel konnten einem Schauer über den Rücken laufen. Die Begleitmusik reichte vom Pippi-Langstrumpf-Lied bis zu Hardrock von AC/DC. Die Betreuer tanzten zu Polka und die Kinder zeigten, dass sie durchaus in der Lage sind, sich auch mal gegen seitig zirzensisches beizubringen.

Herrlich anzuschauen waren die aus dem Zeltlagerfundus zusammengestellten Kostüme – in die nicht nur Kinder, sondern auch die Beschäftigten geschlüpft waren. Zudem hatten die Maskenbildner hervorragende Arbeit getan. Die beiden Moderatoren Svenja und Jonas stellten nicht nur das Programm vor. Sie hatten auch viele Geschichten aus den vergangenen Tagen dabei und streuten immer wieder Dankesworte an die unterschiedlichsten Gruppierungen dazwischen. Viele Eltern hätten Kuchen gebacken und vorbei gebracht. Auch nass gewordene Wäsche wurde geholt und daheim getrocknet. „Und unsere Betreuer geben 300 Prozent.“ Tagsüber Wunden versorgen, nachts ein heimwehkrankes Kind trösten, „den Betreuern war nichts zu viel“. Während der Pause herrschte Jahrmarktstimmung. Bratwurstduft mischte sich mit süßen Wolken aus Popcorn- und Zuckerwatte. Schnell bildeten sich lange Schlangen an den Ausgabestellen für die Leckereien. Für viele „Zirkuskinder“ sehr wichtig ist auch der Kontakt zu den Angehörigen unter den Zuschauern, der vielfach gepflegt wurde.

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Und als zum Abschluss der Gala das große Netz unter der Zeltkuppel geöffnet wurde und sich hunderte Luftballone über die Manege ergossen, hatten die beiden Küchenchefs für eine Woche einen Großteil ihrer Vorbereitungen erledigt. Sie bereiteten während der Zeit der Vorstellung alles für das abendliche Abschlussgrillen vor, stapelten Maiskolben, marinierten Zucchinischeiben, rührten Dips. Für die Zirkusfamilie Frank, die seit vielen Jahren ihr Zelt in Kaufering zur Verfügung stellt, standen die Zeichen auf Abschied. „Heut Abend noch wird die Innenausstattung abtransportiert“, erzählten die Familienmitglieder nach der Vorstellung. „Morgen holen wir dann das Zelt.“ Um es in Gauting/Stockdorf wieder aufzubauen: Dort steigt das nächste Sommerferienzirkuszeltlager.

Jugendzirkusfestival Die etwas älteren Zirkusinfizierten machen noch eine Woche lang weiter. Beim Jugendzirkusfestival von Dienstag bis Sonntag können 13- bis 17-Jährige aufregende Nummern einstudieren. Am Samstag, 25. August, um 20 Uhr steigt dann eine weitere Zirkusgala, allerdings nicht in einem großen Zirkuszelt, sondern in der nicht minder geeigneten Aula der Mittelschule Kaufering. Alle an Zirkusluft Interessierten können zusehen.

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