1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Feuerwehrleute aus dem Landkreis helfen im Katastrophengebiet

Landkreis Landsberg

12.01.2019

Feuerwehrleute aus dem Landkreis helfen im Katastrophengebiet

Der Landkreis Miesbach (das Bild wurde in Miesbach aufgenommen) ist von den Schneefällen besonders betroffen, am Sonntag helfen dort auch Feuerwehrleute aus dem Landkreis Landsberg. 
Bild: Lino Mirgeler/dpa

110 ehrenamtliche Helfer machen sich am Sonntagmorgen auf den Weg in den Landkreis Miesbach. Was die mitnehmen und wo sie eingesetzt werden.

In mehreren Landkreisen in Oberbayern haben die Behörden wegen der Schneemassen den Katastrophenfall ausgerufen. Unterstützung beim Kampf gegen den vielen Schnee kommt ab Sonntag auch aus dem Landkreis Landsberg.

Um 6 Uhr geht es los

Kreisbrandinspektor Peter Kawohl informiert auf Anfrage des Landsberger Tagblatts, dass morgen früh 110 Kameraden von Freiwilligen Feuerwehren vom Landratsamt aus in Richtung Landkreis Miesbach starten. Sie treffen sich um 6 Uhr und starten um 7 Uhr. Mit dabei seien Aktive von sehr vielen Wehren aus dem Landkreis, so der Kreisbrandinspektor, der den Einsatz leitet. Unter anderem beteiligen sich die größeren Wehren aus Landsberg, Kaufering und Dießen mit Personal, aber auch kleine Mannschaften wie beispielsweise Petzenhausen und Igling schickten Helfer.

„Wir wurden von der Regierung von Oberbayern angefordert und machen uns mit 20 Fahrzeugen auf den Weg“, informiert Einsatzleiter Kawohl. An der Raststätte Holzkirchen an der A 8 werden sie dann von einem Lotsen abgeholt. Der teilt ihnen dann mit, wo sie genau eingesetzt werden und begleitet sie in die Krisenregion. Dort sollen die ehrenamtlichen Helfer vor allem dabei helfen, Dächer von der Schneelast zu befreien. „Wir sind als zusätzliche Unterstützung im Einsatz und auch als Ablösung für andere Einsatzkräfte“, sagt Kawohl.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Wichtig ist, dass möglichst viele Helfer da sind

Eine spezielle Qualifikation brauche es für die Aufgabe nicht, sagt er. Mit dem Thema Absturzsicherung seien alle Feuerwehrkameradenleute durch ihre Ausbildung vertraut. Wichtig sei vor allem, möglichst viele Helfer in die betroffenen Landkreise zu bekommen, die kräftig mit anpacken.

An Gerät nehmen die Feuerwehrleute aus dem Landkreis Landsberg Gurte, Seile und sogenannte Schneehexen mit, informiert der Einsatzleiter. Dabei handelt es sich um besonders breite Schneeschieber. An der Schneewanne ist ein Gestänge in U-Form zum Schieben angebracht, vergleichbar dem Griff beim Rasenmäher. Damit können Dächer effektiver geräumt werden.

Die Dießener stellen einen Wechsellader mit Kran bereit

Zum Einsatz kommt im Landkreis Miesbach zudem ein Wechsellader mit Kran der Feuerwehr Dießen. An dessen Haken können sich bis zu drei Feuerwehrmitglieder gleichzeitig einhängen und ihre Arbeit verrichten, ohne dass sie Abstürzen.

Laut Kawohl fahren die Einsatzkräfte am Sonntagabend wieder nach Hause. „Je nachdem wie die Lage dann ist, kann es aber sein, dass am Montag neue Kräfte in die betroffene Region fahren“, sagt der Kreisbrandinspektor.

Insgesamt sind laut Ministerpräsident Markus Söder bald 5000 Kräfte im Einsatz – und vor allem damit beschäftigt, einsturzgefährdete Dächer vom Schnee zu befreien.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
19-01-19-ll-print-5D4_3077-Pano.jpg
Landsberg

Mondhalo: Besonderer Lichteffekt über Landsberg

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket