08.09.2018

Film und Demokratie

Das Fünf Seen Filmfestival wurde eröffnet. <b>Foto: Jörg Reuther</b>
Bild: Jörg Reuther

Fünf Seen Filmfestival wurde eröffnet

Starnberg Das 12. Fünf Seen Filmfestival ist am Donnerstag mit dem Hochseedrama „Styx“ des österreichischen Regisseurs Wolfgang Fischer eröffnet worden. Zu dem gesellschaftlichen Ereignis in der Starnberger Schlossberghalle kamen mehr als 400 Gäste, darunter auch viel Prominenz aus Politik und Kultur sowie vom Film.

Über den blauen Teppich schritten unter anderem die Schauspielerinnen und Schauspieler, Monika Schwarz, Johanna Bittenbinder, Jule Ronstedt und Jürgen Tonkel sowie die Filmemacher Walter Steffen (Seeshaupt) und Tobias Herrmann (Inning), die Regisseurin Felicitas Darschin, der Produzent Till Derenbach sowie Kurt Tykwer, der Leiter des Filmforums Landsberg.

Zur Eröffnung würdigte der bayerische Staatsminister für Digitales, Medien und Europa, Georg Eisenreich (CSU), das Fünf Seen Filmfestival als eines der renommierten Filmfeste in Süddeutschland, das sich nicht zu verstecken brauche. Weiter sagte er: „Der Blick in die Welt zeigt, dass unsere Werte nicht selbstverständlich sind.“ Auch das Fünf Seen Filmfestival leiste einen wichtigen Beitrag für eine lebendige Demokratie.

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Auch in dem Eröffnungsfilm Styx, der Chancen auf eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis hat, geht es unter anderem um das Thema „Zeit“. In dem Werk wird bildgewaltig von der Kölner Notärztin Rike (Susanne Wolff) erzählt, die von Gibraltar mit ihrem Segelboot eine lange Urlaubsreise zur Atlantikinsel Ascension Island antritt. Sie will allein sein, eine Auszeit von ihrem stressigen Job in Köln nehmen. Sich mit dem Meer und dem Wetter auf hoher See messen. Nach einem Sturm findet sie sich in unmittelbarer Nachbarschaft eines hoffnungslos überladenen Flüchtlingsboots wieder. Die Besatzung von mehreren Dutzend Menschen schwebt in akuter Lebensgefahr. Rike versucht, über Funk Rettung herbeizurufen, kann jedoch niemanden erreichen. Sie ist gezwungen, die Situation selbst in die Hand zu nehmen.

Die deutsch-österreichische Koproduktion hatte bei der vergangenen Berlinale (68. Berliner Filmfestspiele) ihre Weltpremiere gefeiert. Sie wurde dort auch mit der Preis der ökumenischen Jury ausgezeichnet.

Mit dem Thema Zeit setzt sich auch eine Installation der Dießener Wortkünstlerin Nuë Ammann auseinander, die zur Eröffnung im Foyer der Schlossberghalle präsentiert wurde. „Wenn Zeit Geld ist, ist es nicht verwunderlich, dass viele, die keine Zeit haben, sich entschließen, sich mehr Zeit zu nehmen.“ Mit diesem Satz lädt Nuë Ammann den Betrachter und Leser ihrer Text-Installation „Zeitgebunden“ ein, sich auf eine gedankliche Achterbahnfahrt zu begeben auf der Suche nach dem Wesen der Zeit.

150 ausgewählte Filme, darunter zwei Uraufführungen, 19 Deutschlandpremieren, 26 Süddeutschlandpremieren und sechs Bayernpremieren werden in den kommenden zehn Festivaltagen (6. bis 15. September) zu erleben sein. (lt)

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