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29.03.2009

Finanzspritze für drei Kulturprojekte

Landkreis Im Rahmen seiner Kulturförderung setzt der Bezirk Oberbayern auch dieses Jahr wieder die Finanzspritze an. Profitieren werden dabei auch einige Kunstprojekte aus dem Landkreis Landsberg. Der Verein "Unser Theater" in Schwabhausen darf sich über einen Zuschuss von 9000 Euro freuen.

Kopf des Projektes am Lechrain ist der kolumbianische Regisseur Otto Novoa. Das Ziel der Künstlergruppe ist es, "alternatives Kulturangebot im ländlichen Raum zu schaffen". Unter dem Dach eines ehemaligen Bauernhofs in Schwabhausen sind das Theaterlabor und das Kulturzentrum Schwabhausen untergebracht. "Erstmals seit drei Jahren bekommen wir wieder Fördergelder", freut sich Regisseur Novoa, der bei der Theaterarbeit mittlerweile von Kulturmanagerin Friederike Seiffert aus Schwabhausen unterstützt wird. "In den vergangenen Jahren ist es um unsere Inszenierungen mit dem Tod der Malerin unserer Bühnenplakate auch etwas ruhiger geworden", sagt Novoa. Das aus Künstlern aus mehreren Nationen bestehende Ensemble von "Unser Theater" wird dieses Jahr unter anderem Frida (eine Hommage an die Malerin Frida Kahlo) und "Der Kleine Prinz" inszenieren. Vom Bezirk fließen 9000 Euro nach Schwabhausen. Ebenso bedacht wird der Eresinger Künstlertreff "Vis-à-vis" (2100 Euro). Die Künstlergruppe um den Maler und Bildhauer Alexander Ewgraf, den Kunst- und Theatermaler Karl Witti und den gelernten Glas- und Porzellanmaler Tobias Krug wohnt in direkter Nachbarschaft in Eresing. "Vor drei Jahren hat der eine den anderen zu sich ins Atelier eingeladen. So hat alles begonnen", berichtet Ewgraf von der Entstehung der Initiative.

Das mittlerweile dritte Jahresprojekt von "Vis-à-vis" befasst sich mit Albrecht Dürer. "Nach den sehr erfolgreichen beiden ersten Ausstellungen ist 2009 eine Gegenüberstellung von Malern der Renaissance mit Malern der Gegenwart geplant", berichtet Kunsthistoriker Christian Burchard, der die Künstlergruppe als Kurator betreut. Demnach werden im Vis-à-vis-Atelier in der Eresinger Kirchstraße 4 von 18. bis 26. Juli Kupferstiche von Albrecht Dürer aus dem 15. und 16. Jahrhundert gezeigt, die inspiriert durch Religion und Humanismus sind. Dürer stehen gegenüber die Eresinger Künstler, die jeder eine andere Kunsttendenz repräsentieren: Alexander Ewgraf (Neue Abstraktion), Tobias Krug (Konkreter Futurismus) und Karl Witti (Utopischer Realismus). Zwar ist der Verein Kinder- und Jugendtheaterveranstalter Bayern in München-Pasing sesshaft, dennoch hat er Beziehungen zum Landkreis Landsberg: Der frühere Leiter des Stadttheaters, Heiner Brummel, ist der Vorsitzende des Figurentheaters. Sein Verein wird mit 4500 Euro vom Bezirk Oberbayern unterstützt und inszeniert Brummel zufolge die Erzählung "Mein Großvater war ein Kirschbaum". "Die Auftrittstermine stehen noch nicht fest", so Brummel. "Aber mit der Zusage der Fördergelder können wir gut planen."

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