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Finning

03.08.2020

Finning: Doch keine Tagespflege für Senioren im alten Kindergarten

Im ehemaligen Kindergarten in Unterfinning könnten auch künftig wieder Kinder betreut werden. Zunächst war angedacht worden, in dem Gebäude eine Tagespflege für Senioren einziehen zu lassen.
Bild: Gerald Modlinger

Plus Das Seniorenprojekt im ehemaligen Kindergarten in Unterfinning ist offenbar kein Thema mehr. Die Gemeinde verhandelt mit einem anderen Mietinteressenten.

Seit zwei Jahren warten alter Kindergarten und frühere Schule in Unterfinning auf eine neue Nutzung. Seit dem Auszug des gemeindlichen Kindergartens Sonnenblume in den Neubau an der Findingstraße wurden mehrere Ansätze diskutiert. Am weitesten gediehen war schon die Option, im ersten und zweiten Stock des Gebäudes an der Sonnenstraße eine Seniorentagespflege mit 20 Plätzen einziehen zu lassen. Doch jetzt nimmt die Angelegenheit wieder eine neue Richtung.

Eine mögliche Betreiberin für eine solche Seniorentagespflege hatte bereits ein Konzept vorgestellt und ein Architekt hatte aufskizziert, was ein Umbau zu einer solchen Einrichtung kosten würde. Barrierefreiheit und neue Brandschutzvorschriften brachten Kosten von rund 880.000 Euro, Dachgeschoss und Souterrain könnten weiter wie bisher genutzt werden. Im Souterrain befinden sich der Jugendraum und ein Raum für die Burschenschaft Finning. Gelegentlich findet auch Musikunterricht statt. Auch das Bürgergremium hatte sich schon mit einer Nutzung beschäftigt und Ideen vom Bürgertreff bis zum Musikprobenraum entwickelt.

Es zeichnet sich eine Lösung ab

Nun zeichnet sich aber eine Lösung ab, die so bislang nicht möglich war. In der jüngsten Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Siegfried Weißenbach bekannt, dass der in Finning beheimatete Waldorfkindergarten Interesse habe, den alten Kindergarten anzumieten. Zusammen mit Zweitem Bürgermeister Christoph Heumos habe er ein Gespräch mit dem Vorstand des Trägers der Einrichtung, dem Verein Christian Morgenstern zur Förderung der Waldorfpädagogik, geführt.

Finning: Doch keine Tagespflege für Senioren im alten Kindergarten

Der Verein betreibt im Landkreis verschiedene Kindergärten und die freie Waldorfschule in Landsberg. Demnach will der Verein zunächst das Erdgeschoss für eine Kindergartengruppe mieten und zeitnah eine neue Krippengruppe aufbauen. Dann würde auch das Obergeschoss dazugemietet werden und das Dachgeschoss soll als Turnsaal genutzt werden. Vorteil dieser Variante wäre, dass dafür keine großen Umbaumaßnahmen und keine neuerliche Brandschutzprüfung fällig sind, da das Gebäude wie bisher als Kindergarten genutzt werden könnte. Vom Verein lag vor einigen Jahren auch schon ein Kaufangebot vor, dies wurde aber seinerzeit vom Gemeinderat abgelehnt.

Das Dachgeschoss anderweitig nutzen

Dass nun doch eine Anmietung für den Waldorfkindergarten infrage kommt, fand Weißenbach sehr positiv. „Ich finde es sehr sinnvoll“, sagte der Bürgermeister dem LT. Zum Stand der Verhandlungen meinte er, dass man „auf einem guten Weg“ sei. Er sei interessiert daran, den Waldorfkindergarten in Finning zu halten. Weißenbach wies auch darauf hin, dass die Gemeinde den Garten weiter nutze und er in den Betriebszeiten des Kindergartens von diesem auch genutzt werde. Das Dachgeschoss könnte auch noch anderweitig genutzt werden, wenn es sich mit dem Kindergartenbetrieb vereinbaren lässt.

Der gemeindliche Kindergarten in Finning sei zum kommenden Kindergartenjahr mit 111 Kindern voll ausgelastet. Die zusätzliche fünfte Gruppe wurde für ein weiteres Jahr genehmigt, sagte er. Für die in Finning immer wieder gewünschte Tagespflege für Senioren werde auch an einer Lösung gearbeitet, sagte Weißenbach.

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