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Finning

14.07.2020

Finning bekommt ein Restaurant für Gourmets

Dominik Schmid, Kathrin Freudensprung und Stefan Schmid (von links) bilden das Team im neuen "Kaminzimmer" im "Staudenwirt" in Finning.
Bild: Dominik Schmid

Plus Der Staudenwirt in Finning hat jetzt einen Ableger auf gehobenem Niveau. Was das neue „Kaminzimmer“ vom übrigen Gasthaus unterscheidet.

Für alle Freunde gehobener Speisekultur gibt es jetzt eine neue Adresse im Landkreis Landsberg. Der „Staudenwirt“ in Finning erweitert sein gastronomisches Angebot um ein kleines, feines Gourmet-Restaurant. „Kaminzimmer“ heißt das neue Lokal, das Feinschmeckerträume erfüllen soll.

Die „Staudenwirt“-Inhaber Veronika und Konrad Wolfmiller sind in Sachen Fine Dining kein Unbekannten. Das Paar betrieb früher das Zehn-Zimmer-Hotel „Le Chalet“ in Herrsching. Nach Haute Cuisine-Adressen in St. Moritz, Gstaad, auf Rügen und auf Sylt erkochte sich Konrad Wolfmiller im hauseigenen Restaurant „Fingerprint“ 15 Punkte im Gault Millau. Zitat im Kochführer: „Bestes Haus im Fünf-Seen-Land.“ Auch Veronika Wolfmiller ist mit Haute Cuisine wohlvertraut: Die Köchin absolvierte ihre Ausbildung bei der Kochlegende Franz Fuchs im einstigen „Cheval Blanc“ ( Augsburg, ein Michelin-Stern). „Mit dem ‚Kaminzimmer’ erfüllen wir uns einen großen Traum“, wird Konrad Wolfmiller in einer Mitteilung zitiert. „Am Land ist das aufgrund der teuren Zutaten und des hohen Aufwands schwieriger zu stemmen als in der Großstadt, wo weitaus mehr Gourmets leben.“ Darum wird das „Kaminzimmer“ vorerst am Freitag und Samstag von 18 bis 21 Uhr geöffnet sein. Es gibt ausschließlich Menüs: fünf und sieben Gänge, für Einsteiger ein Drei-Gänge-Menü. Außer dem Kaminzimmer bleibt im „Staudenwirt“ aber alles wie gewohnt mit klassischer und moderner Karte.

Der Gastgeber stammt aus Hurlach

Unterstützt werden die Wolfmillers im „Kaminzimmer“ von Dominik Schmid. Er stammt aus einer Wirtsfamilie aus Hurlach ("Metzgerwirt") und die Wolfmillers erlebten ihn bereits als Azubi im „Le Chalet“. Schmid arbeitete später im „Mosimann’s“ (Private Dining Club, London), zweieinhalb Jahre bei der Kochlegende Gordon Ramsay (London, drei Michelin-Sterne), bei Joachim Wisslers „Vendôme“ (Bergisch Gladbach, drei Sterne), bei Sergio Hermans „Oud Sluis“ (Sluis, drei Sterne) und etwa fünf Jahre als Souschef bei Tohru Nakamura im „Werneckhof by Geisel“ ( München, zwei Sterne).

Finning bekommt ein Restaurant für Gourmets

Erleben konnte man Dominik Schmid auch schon beim Kochevent "Hell's Kitchen" im Staudenwirt: Die besten Partys finden immer in der Küche statt

Das Restaurant leitet Kathrin Freudensprung, die Erfahrungen im „Königshof“ (München, ein Stern, derzeit wegen Neubau geschlossen) und im „Werneckhof by Geisel“ sammelte. Mit Stefan Schmid leistet sich das „Kaminzimmer“ einen eigenen Patissier: Schmid arbeitete im „Werneck by Geisel“ und im Fünf-Sterne-Hotel „Tschuggen Grandhotel“ (Arosa) als Chefpatissier.

Inspirationen aus der ganzen Welt und Produkte von hier

Auf den Tisch kommt internationale Küche. „Egal ob italienisch, französisch oder asiatisch: Wir bereiten Erlesenes mit Inspirationen aus der ganzen Welt zu“, sagt Dominik Schmid. Die saisonalen Zutaten stammen überwiegend aus der Region: wie etwa Saibling, Forelle und weitere Fische von Nicki Birnbaum aus Epfenhausen, der auch das „Tantris“ in München beliefert. Kräuter und Gemüse stammen von der Gärtnerei Streicher (Utting) und Fische aus dem Ammersee von Bernhard Ernst (Utting).

Ein Blick in das neue "Kaminzimmer" im Staudenwirt in Finning.
Bild: Dominik Schmid

Das „Kaminzimmer“ soll sich optisch klar vom „Staudenwirt“ absetzen. „Wir möchten es gemütlich, jedoch im Stil durchaus mutig und modern“, erklärt Konrad Wolfmiller. Die Schondorfer Architektin Beate Mühling setzte auf modernes Mobiliar, dessen Eleganz sich in die Farbgestaltung aus ochsenblutrot und grün-anthrazit einfügt. Als Kontrast dienen Elemente wie das restaurierte Original-Eichenparkett und der alte Kamin.

Auf rund 80 Quadratmetern bietet das „Kaminzimmer“ Wohnzimmeratmosphäre und Platz für 30 Gäste. Auf Wunsch und nach Vereinbarung sollen auch „Private Dinings“ möglich sein. (lt)

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