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Musik

20.12.2012

Förderer vieler Talente

Seit Jahrzehnten ist Alfons Schmidt als Klavier- und Theorielehrer aktiv. Am vergangenen Wochenende konnte der Förderer vieler Talente seinen 80. Geburtstag feiern.
Bild: Thorsten Jordan

Alfons Schmidt feierte 80. Geburtstag

Landsberg Kaum jemand hat das kulturelle Leben in Landsberg derart beeinflusst, wie Alfons Schmidt. Seit Jahrzehnten ist er als Klavier- und Theorielehrer aktiv, als Organist im Landkreis unterwegs, über viele Jahrzehnte war er Leiter des Landsberger Kammerchores und des Collegium musicum, und zahllose Musikerinnen und Musiker sind durch seine Förderung auf ihr Talent aufmerksam geworden. Dabei wollte er zunächst eigentlich Chemie studieren, dies scheiterte jedoch am Geld: „Damals musste man alle Chemikalien, die man in die Luft gejagt hat, selbst bezahlen, so habe ich dann Schulmusik studiert“, erinnert sich Schmidt, der am vergangenen Wochenende 80 Jahre alt wurde.

Hier kam ihm sein Talent zum Improvisieren zu Hilfe, denn „nach dem Krieg habe ich oft Tanz- und Unterhaltungsmusik gespielt. Auf dem Akkordeon und dem Klavier. Noten gab es natürlich kaum, so musste ich improvisieren und mich auf mein Gehör und mein Gespür verlassen.“ Schon während des Studiums übernahm Schmidt die Leitung des Collegium musicum, was sich als Glücksfall herausstellen sollte, denn er musste zwar während seines Referendariats in Weiden (Oberpfalz) wöchentlich nach Landsberg zu den Proben pendeln, die Begründung der Leitung des Orchesters erleichterte jedoch seine Versetzung zurück nach Landsberg, wo er am Ignaz-Kögler-Gymnasium seinen Dienst aufnahm. Die Leitung des Landsberger Männerchores übernahm er ebenso wie die Leitung des Landsberger Kammerchores. „Damals hieß er ja noch Jugendchor, erst später wurde er zum Landsberger Kammerchor. Noch heute sind einige Mitglieder von damals im Chor aktiv“, weiß Schmidt. Fahrten zum Chortreffen nach Neustadt an der Ostsee oder auch ein Auftritt vor Konrad Adenauer zählen zu den Höhepunkten dieser Zeit.

Mit dem Collegium musicum gestaltete er nicht nur über viele Jahre hinweg die großen Gottesdienste in der Heilig-Kreuz-Kirche, sondern organisierte auch Gemeinschaftskonzerte beider Ensembles. So konnten in weit über die Grenzen der Stadt hinaus beachteten Aufführungen auch große Werke wie das Mozartrequiem oder Händels Messias aufgeführt werden. Ein bisschen stolz ist er darauf schon: „Es ist schön zu sehen, dass sich die viele Arbeit gelohnt hat und sich die Musiker heute noch an so manche Aufführung erinnern.“ (lt)

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