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Landsberg

12.07.2019

„Fridays for Future“: Die Kauferinger Realschule greift hart durch

Auch in Landsberg demonstrierten Jugendliche in den vergangenen Monaten immer wieder im Rahmen von „Fridays for Future“.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Ein 15-Jähriger bekommt einen verschärften Verweis, weil er den Unterricht geschwänzt hat, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. So begründet die Realschule Kaufering ihren Schritt.

Greift die Realschule in Kaufering jetzt hart durch gegen Schüler, die an „Fridays-for-Future“-Demonstrationen (FFF) teilnehmen? Diesen Schluss legt eine Pressemitteilung der FFF-Ortsgruppe Landsberg nahe. Darin wird mitgeteilt, dass ein 15-jähriger Schüler einen verschärften Verweis erhalten habe, da er an einer Demonstration teilnahm und im Unterricht gefehlt habe. Der Schüler wird zitiert, dass es traurig sei, „zu sehen, wie die alte Generation versucht, uns zu diffamieren und schickanieren. Aber wir tun das Richtige, daran glaube ich und deshalb werde ich weiterkämpfen“.

Der Schüler reagierte nicht auf die Anweisung des Schulleiters

Schulleiter Peter Adams stellt die Situation anders dar. Die weiterführenden Schulen seien übereingekommen, dass Eltern, deren Kinder an einer „Fridays-for-Future“-Demonstration teilnehmen wollten, im Vorfeld ein Formular ausfüllten, in dem sie die Schule von der Aufsichtspflicht entbinden.

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Bild: Julian Leitenstorfer

Der Schüler habe aber kein entsprechendes Formular abgegeben, sondern in der Früh aus München angerufen und mitgeteilt, dass er nicht zum Unterricht komme. „Die Schule war nicht von der Aufsichtspflicht entbunden“, erläutert Schulleiter Peter Adam. Deswegen habe er den Schüler angewiesen, nach Kaufering in die Schule zu kommen. Doch der Schüler habe auf die Anweisung nicht reagiert, darum sei der verschärfte Verweis ausgestellt worden. „Wir haben auch die Erziehungsberechtigte nicht erreicht“, erläutert Adam.

Lesen Sie dazu auch: „Fridays for Future“: Nachsitzen bei der Umwelt AG

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