Newsticker

Zahl der Corona-Infizierten in München sinkt unter kritischen Wert
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Friedhofsmauer steht auf wackligen Beinen

19.07.2010

Friedhofsmauer steht auf wackligen Beinen

Große Sorgen bereitet dem Gemeinderat Reichling die Friedhofsmauer in Ludenhausen, die offenbar auf einem riesigen Schutthaufen fußt. Foto: Daniela Hollrotter
Bild: Daniela Hollrotter

Ludenhausen Die Friedhofsmauer in Ludenhausen steht auf wackligem Untergrund -- und kann deshalb nicht ohne Weiteres so saniert und umgestaltet werden, wie bislang geplant. Diese schlechte Nachricht überbrachte Ingenieur Hans-Dieter Mühlberg bei einer gemeinsamen Sitzung von Dorferneuerung und Gemeinderat. Nun soll durch ein Böschungsgutachten geklärt werden, wie und zu welchen Kosten das Projekt Friedhofsmauer und -auffahrt in Angriff genommen werden kann.

Für die Gemeinderäte waren Mühlbergs Ausführungen ein schwerer Schlag. Niemand hatte damit gerechnet, dass der Hang mit seinen sechs Metern Höhendifferenz und 40 Grad Neigung auf bis zu drei Meter hoch aufgeschichteten Schutt-, Beton- und Brandresten fußt. Anscheinend gab es dort einst ein Anwesen, das niederbrannte und auf dessen Reste dann der Hang aufgeschüttet wurde.

Vor der Sanierung verankern

Damit aber ist klar, dass die Friedhofsmauer nicht für sich alleine gesehen werden darf, sondern "die Stabilität des gesamten Komplexes betrachtet werden muss", so Mühlberg. Denn Arbeiten an der Friedhofsmauer könnten sich sowohl auf die Kirchenmauer als auch auf die Mauer zu einem Anlieger des Kirchwegs auswirken. Die Friedhofsmauer muss deshalb vor einer Sanierung so verankert werden, dass nicht der komplette Hang ins Rutschen gerät. Mühlberg stellte dazu zwei Varian-ten vor: Einmal eine Rückverankerung der Mauer und das Auftragen einer Spritzbetonschale auf die bestehende Mauer. Dadurch würde sich allerdings die Breite der Straße unterhalb der Mauer von bislang 2,80 auf 2,50 Meter verringern. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 125 000 Euro. Bei Variante 2 würde hinter der bestehenden Mauer eine Betonpfahlwand eingebracht und verankert. Ist der Hang so abgesichert, könnte die Mauer abgerissen und neu gestaltet werden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Allerdings ist diese Maßnahme sehr aufwendig, durch die beengten Verhältnisse zusätzlich erschwert und würde rund 275 000 Euro kosten. Dazu kommen noch jeweils rund 140 000 Euro für die Neugestaltung des gesamten Bereiches. Denn die Sanierung der Mauer alleine würde das Amt für ländliche Entwicklung nicht bezuschussen, erklärte Johannes Mühlbauer.

Teils hitzige Diskussion

Sein Amt hatte das Statik-Gutachten in Auftrag gegeben, das nun zu der teils recht hitzig geführten Diskussion im Gemeinderat führte. Am Ende einigten sich die Räte einstimmig darauf, dass Mühlbauers Amt ein Böschungsgutachten in Auftrag geben soll. Sobald dieses vorliegt, will der Rat über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Dorferneuerung rechnet nun mit einem Baubeginn im Mai kommenden Jahres.

Maßnahme komme nur schleppend voran

Kritik übte Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler in diesem Zusammenhang daran, dass die Maßnahme der Dorferneuerung nur schleppend vorankomme - immerhin war es bei einer gemeinsamen Sitzung im September 2009 bereits abgesegnet worden.

Landschaftsarchitektin Katrin Mohrenweis erklärte, dass von den vielen notwendigen Arbeiten wie Angebote und Gutachten einholen und vom Amt prüfen lassen nach außen einfach nicht viel zu sehen sei.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren