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Landsberg

08.11.2017

Frischzellenkur für die Lechturnhalle

Die alte Lechturnhalle beim Ignaz-Kögler-Gymnasium ist schon seit Jahren sanierungsbedürftig. Zuletzt wurde das einstige Militärgebäude von 2015 bis 2016 als Unterkunft für Asylbewerber genutzt. Nun will der Landkreis im Frühjahr mit der Sanierung beginnen und das Gebäude Mitte 2019 wieder in Betrieb nehmen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Sportstätte in Landsberg ist in die Jahre gekommen. Neben der Sanierung steht auch en Ausbau des Dachgeschosses an. Dafür greift der Landkreis tief in die Tasche.

Erst waren im 19. Jahrhundert Soldaten in dem kleinen Exerzierhaus der damaligen Jägerkaserne, das Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Turnhalle umgebaut wurde. 1947 abgebrannt und 1949/50 wieder aufgebaut, steht die Lechturnhalle nun vor der nächsten großen Sanierung. Der Landkreis, inzwischen Eigentümer, möchte das denkmalgeschützte Gebäude herrichten lassen, um es für den Schulsport und weitere öffentliche Nutzungen wieder zur Verfügung stellen zu können. Den Projektbeschluss fasste der Kreisausschuss einstimmig.

Mit dieser Entscheidung stimmte er zu, rund 4,9 Millionen Euro in das historische Gebäude mit modernem Turnhallenanbau zu investieren. Inkludiert in diese Summe ist auch ein bislang nicht vorhandener Ausbau des Dachgeschosses, das künftig auch als Schulungs- und Veranstaltungsraum mit bis zu 160 Besuchern genutzt werden könnte.

Der Dachausbau ist nicht billig

Allein dieser Dachausbau verschlingt zwischen 800.000 und 900.000 Euro, verriet Landrat Thomas Eichinger. „Durch einen Verzicht des Ausbaus könnte man also von den Gesamtkosten durchaus etwas einsparen.“ Allerdings gab der Landkreischef zu bedenken, dass ein nachträglicher Ausbau nach erfolgter Sanierung wohl wirtschaftlich nicht mehr darzustellen wäre. Das läge zum einen an den unterschiedlichen Dämmvarianten und an Stahlträgern, die laut Planer für die Statik der Obergeschossdecke unverzichtbar sind.

Dachgeschoss Allerdings, und damit outete sich Landrat Eichinger als Befürworter der Ausbauvariante, sehe er durchaus Sinn und eine Notwendigkeit eines gleichzeitigen Dachausbaus. „Nebenan haben wir mit dem Hauptnutzer IKG ein musisches Gymnasium, das durchaus dringend einen neuen Veranstaltungsraum benötigt.“ Zudem haben die Planer eine kleine Bühne vorgesehen, die allerdings, so Architekt Burkhard Basner, nur wenigen Personen Platz böte. Mit dem Landesamt für Denkmalpflege sei das Thema ebenfalls schon besprochen worden, erklärte Hochbauamts-Chef Christian Kusch. Dabei habe es keine Einwände gegeben. Zusätzlich zum Veranstaltungsraum würden dort noch ein Nebenraum entstehen, ein WC-Bereich, ein Foyer, eine Garderobe und eine kleine Teeküche.

Hilft die Stadt Landsberg mit?

Erdgeschoss Der Zugang erfolgt über einen eigenen Bereich im Erdgeschoss, in dem sich auch ein Aufzug befinden wird. Der wird rechts neben dem bisherigen Haupteingang des Zentralgebäudes entstehen und neben dem Aufzug auch eine Treppe erhalten, die dann bis ins Foyer des Dachgeschosses führt. Die beiden alten Sporthallen links und rechts des Einganges werden als solche wieder nutzbar sein, die Mehrzweckräume zum Beispiel auch für Gruppen der Volkshochschule und diverse Kursangebote.

Obergeschoss Auch der erste Stock, in dem bisher unter anderem eine Hausmeisterwohnung untergebracht war, soll, wie im Erdgeschoss, mit Umkleide- und Mehrzweckräumen gemäß den Anforderungsnormen für Schul- und Vereinssport ausgestattet werden. Christian Kusch: „Dabei geht es auch darum, die baulichen Voraussetzungen für eine Förderung zu erfüllen.“

Kreisrat Quirin Krötz (CSU) äußerte sich, ähnlich wie der Rest seiner Ausschusskollegen, angetan angesichts der Sanierungspläne. Dennoch machte er sich auf die Suche nach Einsparungspotenzial. Das sah er in der Stellplatzablöse, die immerhin laut Christian Kusch mit zusätzlichen 165.000 Euro (33 Plätze à 5000 Euro) anzusetzen wäre. „Da sollte noch einmal mit der Stadt Landsberg gesprochen werden, denn die profitiert ja auch von der Sanierung der Halle“ – zum Beispiel durch den Veranstaltungssaal und die Gymnastikräume.

Das Gespräch hätte er gleich direkt führen können, denn Landsbergs OB Mathias Neuner sitzt im Kreisausschuss neben Krötz.  Derart angesprochen ließ dieser sich nur ein Lächeln entlocken. Der Landkreis wird aber eine entsprechende Anfrage an die Stadt richten. In den Kreishaushalt 2018 werden nun drei Millionen Euro eingestellt, 2019 rund 1,4 Millionen Euro. Aus den Vorjahren existieren noch Haushaltsreste für diese Maßnahme in Höhe von 500.000 Euro.

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