1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Fronleichnam-Altäre: Der   Blumenschmuck fehlt

Landkreis

19.06.2019

Fronleichnam-Altäre: Der   Blumenschmuck fehlt

Vorbereitungen%20f%c3%bcr%20Frohnleichnam-7967.jpg
3 Bilder
Vorbereitung: (Von links) Monika Kerling und Regina Erdt (vorne) Anja Höhne, Petra Zimmermann, Hildegrad Arnold schmucken die Figuren der Heiligen.
Bild: Julian Leitenstorfer Photographie

Der Hagel vom Pfingstmontag hat auch Blütenträume zerstört. Viele haben für das Fest ihre Gärten geplündert.

In den privaten Gärten des Denklinger Ortsteils Dienhausen dürfte ab Donnerstag die Blütenpracht deutlich geringer sein als sonst üblich. Denn auf der Suche nach üppigen Blüten zum Schmücken der vier Fronleichnams-Altäre in Denklingen muss Wolfgang Hefele mit seinem Team dort „plündern“.

„Wir haben das große Glück dass Dienhausen vom Hagel am Pfingstmontag nicht ganz so schlimm getroffen wurde“, sagt der Sprecher des Pfarreiteams Denklingen. Sonst hätte er wohl Probleme, ausreichend Blumen für die Altäre zu finden. Denn wie in vielen anderen Orten im Landkreis hat das Hagelunwetter in Gärten und auf Blumenfeldern der Blütenpracht ein jähes Ende bereitet.

Es gibt kaum noch Pfingstrosen

 Pfingstrosen sollten gelegt werden, aber auch Rosen. „Damit aber sieht es heuer nicht gut aus“, weiß Hefele. Man mache aus der Not eine Tugend und werde unter anderem auf Farne und Hollerstauden zurück greifen. Auch Perückensträucher gebe es genügend, deren Blüten verwendet werden können. „Meinem Team habe ich gesagt, sie sollen halt alle möglichen Leute ansprechen, die nicht in Denklingen wohnen“, gibt er sich zuversichtlich, genügend Blütenpracht zur Verfügung zu haben.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Auch auf den Wiesen wird man fündig

In Dettenschwang hat Theresia Gerum noch ein bisschen länger Zeit, Blumenschmuck zu organisieren. Hier findet die Prozession entlang der ebenfalls vier Altäre erst am Sonntag statt. „Wenn ich gar nichts anderes finde, dann gehen wir halt auf die Wiesen“, sagt sie. Irgendwas werde sie schon zusammentragen können, um den Hausaltar vor dem Gasthof Gerum in Dettenschwang herrichten zu können. Der Altar vor ihrem Haus ist einer von insgesamt vier Altären, die heuer aufgebaut werden sollen.

Ein kleinerer Altar

In Stadl wird am Mittwochfrüh ein Blumenhändler die Frauen mit Blüten versorgen. Rote und weiße Pfingstrosen würde man sich wünschen, für den Josef und das Jesuskind. Gelbe und blaue Blumen für die Muttergottes.

Was der Händler allerdings tatsächlich aus seinem Wagen lädt, davon müssen sie sich überraschen lassen. Fest steht nur, dass der Altar auf dem Kirchplatz in Stadl heuer kleiner ausfallen wird als in den Jahren zuvor.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren