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Fuchstal

20.04.2019

Fuchstal: Ein Rekordhaushalt mit vielen Projekten

Die Gemeinde Fuchstal investiert in ihre Infrastruktur. Rund 3,5 Millionen Euro wurden seit dem Jahr 2017 für den Bau von vier Wohnhäusern ausgegeben. Anfang des Jahres konnte das Projekt abgeschlossen werden.
Bild: Andreas Hoehne

In Leeder, Asch, Seestall und Welden wird heuer weiterhin kräftig investiert. Das hat auch seine Schattenseiten. Wofür in Fuchstal am meisten Geld ausgegeben wird.

„Wir hoffen, dass wir nicht die Letzten sind“, kommentierte Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg die späte Vorlage des Gemeindehaushaltes für 2019. Zur Abstimmung kam dann in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein Rekordetat mit knapp 18 Millionen Euro Umfang, im Vorjahr war man noch unter zehn Millionen Euro gelegen. Die Schattenseite der Entwicklung ist, dass für die geplanten Investitionen auch 2,9 Millionen Euro aus der Rücklage entnommen und 3,9 Millionen Euro an Krediten aufgenommen werden müssen. Die Gemeinderäte billigten den Entwurf, den schon vorher der Finanzausschuss abgesegnet hatte, einstimmig.

Es werden auch Kredite getilgt

Kämmerer und Geschäftsstellenleiter Gerhard Schmid wies einschränkend darauf hin, dass eine Reihe der geplanten Ausgaben lediglich vorsorglich aufgenommen worden seien und heuer vermutlich nicht anfallen würden. „Was zählt, ist am Ende die Jahresrechnung“, sagte er. Auch werde man gleichzeitig 2,4 Millionen Euro an Krediten tilgen, sodass die Neuverschuldung höchstens 1,5 Millionen Euro betragen werde. Insgesamt sei der Haushalt bezüglich der Einnahmen sehr konservativ aufgestellt. So wurde die Gewerbesteuer mit 550.000 Euro angesetzt, im Vorjahr konnten aber über eine Million Euro eingenommen werden.

Ebenfalls um 400.000 Euro geringer geschätzt als 2018 eingegangen wurde mit 2,1 Millionen Euro der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Hieraus ergibt sich im Verwaltungshaushalt eine relativ niedrige Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 580.000 Euro. Im Vorjahr hatte Schmid den Überschuss bei den laufenden Einnahmen und Ausgaben ähnlich niedrig angesetzt, konnte dann aber am Jahresende ein Plus von 2,1 Millionen Euro verbuchen. Angesichts der Vielzahl an Projekten, die man am Laufen habe, meinte Schmid, der Gemeinderat überhole sich manchmal selbst. Aber es wäre auch schade, wenn man manche Chancen, die sich böten, nicht nutzen würde.

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Grundschule wird saniert

620.000 Euro eingeplant sind heuer für die Sanierung der Grundschule in Leeder. Dort werde man aufgrund der derzeitigen Baukonjunktur die Arbeiten erst im Herbst ausschreiben, sagte Erwin Karg. Die Ausführung sei zwischen den Faschingsferien und Oktober 2020 geplant. Die Kinder werde man in der Zwischenzeit nach Asch oder in die Mittelschule ausquartieren. Bezuschusst wird die Maßnahme zum Teil mit 90 Prozent aus dem Kommunalinvestitionsprogramm. 700.000 Euro veranschlagt werden für den Abschluss der Kindergartensanierung, die insgesamt etwa 1,1 Millionen Euro kostet. Dafür gibt es bereits heuer knapp 300.000 Euro Zuschuss ebenfalls aus dem Kommunalinvestitionsprogramm, weitere 640.000 Euro folgen im nächsten Jahr aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Freistaates.

Zuschüsse für den Wärmetopf

Wie bereits berichtet, werden auf freiem Feld zwischen Leeder und dem Holzwerk am Bahnhof für fünf Millionen Euro ein Wärmetopf und ein Batteriespeicher gebaut. Dafür ist für dieses Jahr mit knapp 1,5 Millionen Euro der dickste Brocken im Vermögenshaushalt eingeplant. Aus der 75-prozentigen Förderung des Bundesumweltministeriums sollen heuer bereits knapp 500.000 Euro fließen, dieser Betrag könnte allerdings noch höher ausfallen, so Schmid.

Mehr zum Projekt Wärmetopf: Ein Prosit auf die Energiewende

Über 800.000 Euro verwendet werden für die erstmalige Herstellung des Eschenwegs in Asch und der Buchstraße, der Halde und dem Lindenweg in Leeder. Diese werden zu 90 Prozent durch die Straßenerschließungsbeiträge (Strebs) von den Hauseigentümern aufgebracht. 250.000 Euro kosten die Straßen im letzten Abschnitt des Baugebietes Wegäcker.

Nicht kostendeckend seien, so Kämmerer Schmid, die 207.000 Euro Einnahmen aus den Wasserverbrauchsgebühren. Dies hänge auch damit zusammen, dass sich mittlerweile eine Fachkraft für Wasserversorgungstechnik in Ausbildung befinde, was den gesetzlichen Vorgaben entspreche. Dort müsse sich der Gemeinderat etwas einfallen lassen, sagte er.

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