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Landsberg

03.10.2019

Für EVL-Fan Michael Schmid bleibt die Tür bei den Riverkings zu

Michael Schmid wollte wegen Neuzugang Andrew McPherson das erste Saisonheimspiel des HC Landsberg besuchen. Doch er hat Stadionverbot.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Viele kennen Michael Schmid noch aus den Zeiten des EV Landsberg 2000. Seit Jahren hat er Stadionverbot beim HCL. Warum er ein Angebot des Vereins ausschlägt.

Andrew McPherson war von 2005 bis 2007 Publikumsliebling beim damaligen EV Landsberg. Zu dieser Zeit war auch Michael Schmid (42) beim EVL eingebunden. So machte er unter anderem die Videos von den Spielen für die Analyse der Trainer. Auch nach dem McPherson Landsberg verlassen hatte, war Schmid mit dem Deutsch-Kanadier in Kontakt geblieben. Am Donnerstag wollte er wegen ihm ins Bayernliga-Auftaktspiel des HC Landsberg gehen. Aber er darf nicht. Warum der ehemalige Hardcore-Fan des EVL 2000 Hausverbot hat.

„Ich weiß nicht, seit wann das Stadionverbot besteht“, sagt Schmid gegenüber dem LT. „Ich habe es gerüchteweise gehört, aber es hat mich eh nicht interessiert, weil ich nie zu einem Spiel des HCL wollte.“ Das hat sich durch die Rückkehr von McPherson jedoch geändert. Schmid machte sich kundig und tatsächlich: Er hat seit Jahren Stadionverbot beim HC Landsberg.

Das Stadionverbot besteht schon seit fünf, sechs Jahren

Also rief Schmid beim Präsidenten Frank Kurz an. „Er sagte mir, dass dieses Verbot vor fünf, sechs Jahren ausgesprochen wurde.“ Auch habe ihm Kurz ein Gespräch angeboten, am Dienstagabend bei der Präsidiumssitzung. „Aber bin ich nicht hingegangen“, so Schmid. Er verzichtet lieber auf das Heimspiel gegen Erding mit Andrew McPherson. „Ich werde jetzt am Donnerstag ganz was anderes machen und fahre dann eben zu einem Auswärtsspiel.“

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Derzeit haben neben Schmid noch weitere ein, zwei Personen Stadionverbot beim HCL, sagt Vorsitzender Frank Kurz. „Als Verein haben wir das Hausrecht“, sagt Kurz. Ein Stadionverbot könne gegen eine Person ausgesprochen werden, die im Stadion randaliere, jemand anderen bedrohe oder die vereinsschädigendes Verhalten zeige. „Dabei geht es nicht um Kritik am Verein“, betont Kurz, es gehe um Äußerungen, auch im Internet, bei denen Personen in Misskredit gesetzt würden. Letzteres sei auch der Grund für das Verbot für Schmid gewesen.

Ihm wird vereinsschädigendes Verhalten vorgeworfen

Was den Fall Michael Schmid betrifft, hat das LT auch bei Vorstandsmitglied Joachim Simon nachgefragt. Er ist zuständig für den Ordnungsdienst. Er weiß nur, dass die Vorgänger im Präsidium das Verbot wegen vereinsschädigenden Verhaltens gegen Michael Schmid verhängt hatten. „Wir sind die Letzten, mit denen man nicht reden kann“, stimmt Joachim Simon Präsident Frank Kurz zu. „Aber wenn jemand nicht reden will, sind wir auch ratlos. So was hatten wir auch noch nie.“

Wie lange Stadionverbote ausgesprochen werden, werde im Präsidium besprochen. „Das ist keine willkürliche Entscheidung, sondern hängt von der Schwere ab“, so Frank Kurz. Während Michael Schmid ein Gespräch mit dem Vorstand ablehnte, suchten es andere. So sei eine Person, gegen die man ebenfalls Stadionverbot verhängt habe, auf den Vorstand zugekommen und habe um ein Gespräch gebeten, anschließend habe man das Verbot wieder zurückgenommen.

Auch der Verband kann Stadionverbote verhängen

Allerdings kann nicht nur der Verein ein Stadionverbot aussprechen, sondern auch der Verband. „Wenn wir jemanden erkennen, gegen den ein Stadionverbot verhängt wurde, lassen wir ihn natürlich nicht rein“, sagt Joachim Simon. Allerdings könnte man nicht alle Personen kennen, die beispielsweise ein ligenweites Verbot erhalten hätten. „Wenn derjenige trotzdem ins Stadion geht, begeht er Hausfriedensbruch“, erklärt Simon.

Müsse man mit „schwierigen“ Fans rechnen, ziehe man im Vorfeld auch immer die Polizei hinzu. „Es gibt sogenannte Risiko-Spiele“, sagt Simon und verweist dabei auf den EHC Klostersee. „Meines Wissens nach kann der Verein gar nichts dafür, da sind einige Fans, die nicht mehr ins Fußballstadion dürfen, zum Eishockey gewechselt.“ Auch in dieser Saison werde man sich da wieder mit der Polizei zusammensetzen.

Mehr zum Saisonstart des HC Landsberg erfahren Sie hier:Eishockey: Lasset die Spiele beginnen

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