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Reservistenverein

28.07.2014

Für Heimat, Frieden und Freiheit

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Nach dem Festgottesdienst zogen die Vereine zum Zelt am See.

Dießener stellen ihre neue Fahne unter Gottes Schutz

Der Soldaten-, Reservisten- und Kameradschaftsverein Dießen wird ab sofort bei Veranstaltungen mit neuer Fahne auftreten. Das Banner, ein Ersatz für die mittlerweile 130 Jahre alte bisherige Fahne, ist im Rahmen eines Festgottesdienstes im Marienmünster am Sonntag geweiht worden.

Zelebrant Pfarrer Hans Schneider ging in seiner zum Nachdenken anregenden Predigt auf die Symbolhaftigkeit der eingestickten Worte „Mit Gott für Heimat, Frieden und Freiheit“ ein. „Der Satz könnte auch für unsere Gemeinschaft gelten“, sagte Pfarrer Schneider und forderte dessen selbstkritische Betrachtung. „Sind das nicht nur leicht dahingesprochene Worte? Sind die Inhalte eingeprägt in unser Leben? Können wir Heimat mit unseren begrenzten Möglichkeiten erhalten?“

Schon der Satzanfang „mit Gott“ sei ein gefährliches Wort, so der Geistliche. Die Fahnensegnung sei ein guter Anlass, sich auf die genannten, unser Leben wertvoll machenden Werte zu besinnen. Die geweihte Fahne solle stets unter dem Schutz des Allmächtigen Vaters und der Mutter Maria stehen, wünschte sich Jürgen Zirch, Vorsitzender des Soldaten-, Reservisten- und Kameradschaftsvereins Dießen, bevor er sie an Fähnrich Paul Blinia übergab.

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Etliche neue Fahnenbänder erhielten ebenfalls den kirchlichen Segen. Gestiftet sind sie von Fahnenmutter, Fahnenbraut, Bürgermeister, Bürgern und Vereinsmitgliedern sowie vom Patenverein aus Erling-Andechs. Das Trauerband stiftete die Marktgemeinde. Der Festverein stiftete ebenfalls Fahnenbänder; sie gingen an die bisherigen Patenvereine St. Georgen/Wengen und Raisting. Ein weiteres Band erhielt der mit dem Dießener Verein befreundete ÖKB Schladming.

Ein sehr emotionaler Moment war die Verabschiedung der alten Fahne. Nach der vom Musikverein Dießen intonierten Bruckner-Motette „Locus iste“ erinnerte ein hörbar gerührter Vereinschef Jürgen Zirch an den Vortag, als die alte Fahne ein letztes Mal zur Totenehrung vor dem Kriegerdenkmal am Schacky-Mausoleum gesenkt wurde. 130 Jahre habe sie nun treu gedient, drei Restaurierungen erlebt. 1957, zum 100-jährigen Bestehen des Vereins, sei eine Generalrestaurierung mit erneuter Weihe vorgenommen worden.

Es freue ihn besonders, so Zirch, dass die damaligen Festjungfrauen bei der Weihe der neuen Fahne anwesend seien. „Die alte Fahne bleibt auf jeden Fall als Andenken erhalten“, erklärte der Vereinsvorsitzende. Nach einem ebenfalls vom Musikverein Dießen gespielten Choral und dem Te Deum hieß es Aufstellen zum Festzug.

Angeführt vom Musikverein Dießen, einer Ehrenabordnung vom Chevaulegers-Regiment und dem Soldaten-, Reservisten- und Kameradschaftsverein mit der neuen Fahne, zogen die rund 80 an dem Fest teilnehmenden Vereine mit rund 1000 Mitgliedern zum Festplatz am See. Dort fand die Fahnenweihe eine gesellige Fortsetzung.

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