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Landkreis Landsberg

14.01.2021

Fußball: Schwere Zeiten für die Bayern-Fans im Kreis Landsberg

Das war's: Bayerns Torhüter Manuel Neuer ist nach dem Pokal-Aus genauso bedient wie seine Teamkollegen  - und viele Fans auch aus dem Landkreis Landsberg.
Bild: Christian Charisius/dpa

Plus Der FC Bayern München fliegt gegen Zweitligist Holstein Kiel so früh wie seit 20 Jahren nicht mehr aus dem DFB-Pokal. Für einen Bayern-Fan aus Kaufering ist die Niederlage besonders bitter.

Für viele Fußball-Fans war es ein langer Abend: Erst im Elfmeterschießen wurde das Pokalspiel zwischen dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München und dem Zweitligisten Holstein Kiel entschieden – und da kegelte der Underdog den Favoriten aus dem Wettbewerb (6:5). Auch für viele FCB-Fans im Landkreis eine herbe Enttäuschung und ganz bitter ist es für den Vater von Fußball-Profi Florian Neuhaus.

Christian Neuhaus erlebt gerade eine „schwere Zeit“: Nicht nur, dass ausgerechnet sein Sohn Florian am vergangenen Bundesliga-Spieltag den Siegtreffer für Borussia Mönchengladbach gegen seinen Lieblingsclub FC Bayern München erzielt hat – jetzt musste er auch noch das Pokal-Aus miterleben. „Was Florian betrifft, haben wir schon früher mal gesagt, wie es wohl wäre, wenn ausgerechnet er für eine Niederlage der Bayern sorgen würde“, erzählt der Vater des 23-jährigen Fußball-Profis. „Dass es so schnell passieren würde, damit hatte ich nicht gerechnet“, schiebt er nach – aber da konnte er sich ja noch für seinen Sohn freuen.

Bayern-Fans sind zwei solche Niederlagen nicht gewohnt

Ganz anders am Mittwochabend: „Da habe ich mich schon sehr geärgert“, sagt Christian Neuhaus, denn „zwei solche Niederlagen in Folge sind die Fans einfach nicht gewohnt.“ Wie es dazu kommen konnte, kann er sich auch nicht recht erklären. „Aber ich denke, das ist eine Kopfsache.“ Man könne es auch nicht an einem Mannschaftsteil festmachen, so der Kauferinger: „Man kann nicht sagen, es lag an der Abwehr, am Mittelfeld oder am Angriff, die Mannschaft war überall nicht zu 100 Prozent da.“

Der Kaufering Florian Neuhaus jubelt über seinen Treffer zum 3:2-Sieg von Mönchengladbach gegen Bayern München.
Bild: Martin Meissner/dpa

Und das, so Neuhaus, könnte durchaus auch mit der Corona-Pandemie zusammenhängen, schließlich sei die Belastung doch hoch und eine echte Winterpause habe es in dieser Saison auch nicht gegeben. „Aber von der Riesenkrise muss man jetzt auch nicht sprechen, in der Bundesliga stehen wir immer noch ganz oben“, betont Christian Neuhaus.

Ein Fußball-Experte sieht die Schuld bei Trainer Flick

Einen klaren Schuldigen an der Niederlage macht Hermann Schöpf aus: FCB-Trainer Hansi Flick. Schöpf, selbst Stützpunkttrainer im Landkreis, hat sich das Spiel mit seinen Kindern angesehen. „Mein Sohn ist auch lizenzierter Fußballlehrer und da sieht man das Spiel natürlich ganz anders“, erzählt Schöpf, der selbst früher auch schon für den FCB aufgelaufen ist. „Bei allen Verdiensten von Hansi Flick, diese Niederlage geht auf seine Kappe“, lautet Schöpfs Urteil.

Besser mit der ersten Garde beginnen

Und das macht er an der Startaufstellung der Bayern fest: So kann er nicht nachvollziehen, warum beispielsweise Robert Lewandowski nicht von Beginn an gespielt hat. „Ich fange doch mit der ersten Garde an, und wenn es dann 2:0 oder 3:0 steht, nehme ich die Spieler raus.“

Mangelt es bei einigen Bayern-Spielern an der Einstellung?

Allerdings habe er auch bei einigen Spielern eine mangelhafte Einstellung erkannt – im Gegensatz zum Zweitligisten Holstein Kiel. „Ende der Verlängerung lagen die Spieler schon zum Teil mit Krämpfen am Boden“, sagt Schöpf. Auch wenn es kein Spiel auf Augenhöhe gewesen sei – „das war auch nicht zu erwarten“ – so sei die Niederlage den „eklatanten Fehlern“ der Bayern geschuldet.

Obwohl Bayern-Fan, kann sich Maria Breitenberger von den Landesliga-Damen des MTV Dießen auch für Kiel freuen.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Obwohl Bayern-Fan, kann sich Maria Breitenberger, auch für Holstein Kiel freuen. Breitenberger ist Kapitän bei den Landesliga-Damen des MTV Dießen. „Das Spiel habe ich mir doch anders vorgestellt“, spricht sie vielen Bayern-Fans aus der Seele. Allerdings empfand sie das Auftreten des Favoriten nicht zielstrebig genug, während „Kiel alles reingehauen hat, was es hat“. Und wenn eine Mannschaft nach 120 Minuten noch so souverän alle Elfmeter verwandle, dann „hat sie auch verdient gewonnen“.

Die Freude bei Kiel kann Maria Breitenberger nachempfinden

Und wie sich die Kieler nun fühlen, kann sie auch nachempfinden: „Als Spielerin weiß man ja wie das ist, gegen einen übermächtigen Gegner zu gewinnen.“ Und was die Bayern betrifft: Die würden sich von der Niederlage erholen und wieder zur alten Souveränität zurückfinden, denn „alles andere wäre ein Wunder“.

Auf dem Nachhauseweg hat der Bundestagsabgeordnete Michael Kießling das Spiel teilweise verfolgt. "Kurz vor Schluss stand es ja 2:1 für Bayern, da dachte ich, das passt schon", so der CSU-Politiker, der auch dem FCB-Fan-Club des Bundestags angehört. Dann kam aber die kalte Dusche und schließlich das Elfmeterschießen mit dem Ausscheiden der Bayern.

"Vor der Leistung von Kiel muss man Respekt haben", räumt der 47-Jährige ein, der in dieser Saison für den A-Klassisten SV Lengenfeld aufgelaufen ist, als dieser personelle Probleme hatte. Die Enttäuschung ist ihm aber deutlich anzuhören. "Aber so ist eben der Fußball, das macht ihn ja auch interessant, und man kann eben nicht immer gewinnen."

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15.01.2021

Wir müssen unsere Kinder Homescooling betreuen, müssen uns einer 15 km Regel unterwerfen, dürfen keine Kontakte nach draußen haben, Sportliche Aktivitäten in einer Mannschaft sind untersagt....aber die Deppen vom FCB (und anderen Vereinen)dürfen Spielen... Da passt doch irgendetwas nicht mehr zusammen..? Da geschied es denen ja ganz Recht das sie raus sind

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