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Landkreis Landsberg

24.10.2017

Gabriele Triebel will in den Landtag

Gabriele Triebel (links) will im nächsten Jahr als Kandidatin der Grünen in den Landtag einziehen. Das Bild zeigt sie mit den neu gewählten Kreisvorstandsmitgliedern Martin Erdmann, Christine Reineking, Marie Freitag, Albrecht Winter-Winklmann und Kilian Fitzpatrick (von links).
Bild: Gerald Modlinger

Kauferings Zweite Bürgermeisterin von Kaufering strebt eine Kandidatur ums Direktmandat an. Neue Gesichter bei den Grünen. Sie sehen sich nach der Bundestagswahl im Aufwind.

Mit 12,4 Prozent der Zweitstimmen wurden die Grünen bei der Bundestagswahl am 24. September zur zweitstärksten politischen Kraft im Landkreis Landsberg. Und diesen Schwung will die Partei auch für die kommenden Wahlen (Bürgermeisterwahl in Kaufering im März sowie zum Landtag und Bezirkstag im Oktober 2018) mitnehmen. So formulierte es bei der Kreisversammlung am Montagabend im „Kramerhof“ in Riederau jedenfalls Martin Erdmann. Er und Marie Freitag wurden dabei von 29 anwesenden Parteimitgliedern zu neuen Sprechern des Kreisverbands gewählt. Und dann gab es noch eine weitere Personalie: Die Zweite Bürgermeisterin von Kaufering, Gabriele Triebel, will sich im nächsten Herbst als Direktkandidatin im Stimmkreis Landsberg-Fürstenfeldbruck/West um einen Sitz im Landtag bewerben.

Von A wie Asyl bis U wie Umwelt

Nominiert werden soll Triebel – weitere Interessenten haben sich bislang nicht gemeldet – am 21. November bei einer Versammlung in Geltendorf. Für den Bezirkstag will wieder Jan Halbauer aus Fürstenfeldbruck kandidieren, der seit der Wahl 2013 Mitglied dieses kommunalen Parlaments ist.

Mit Triebel, die am heutigen Dienstag 57. wird, bieten die Grünen eine langjährig tätige Kommunalpolitikerin auf: 2002 begann sie als Einzelkämpferin im Kauferinger Gemeinderat, wo die grüne Fraktion inzwischen auf fünf Mitglieder angewachsen ist. Seit 2014 ist sie auch Zweite Bürgermeisterin und Kreisrätin. Und in diesen 15 Jahren habe sie öfter erlebt, wie Kommunalpolitiker an Grenzen stoßen. Als Beispiel nannte sie, wie die Entscheidungsträger etwa beim Thema Asyl „allein gelassen“ würden. Ein weiterer Grund für ihre Kandidatur sei die Schulpolitik, erklärte die am Ignaz-Kögler-Gymnasium tätige Sportlehrerin.

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Ihr Credo: „Bildung muss für alle gleichermaßen zugänglich gemacht werden.“ Und dann gehe es ihr schlicht um „meine Heimat“, sagte sie mit Verweis auf Stichwörter wie erneuerbare Energie, Landwirtschaft und den Umgang mit der Ressource Boden.

Das Geschlechterverhältnis wird über Bord geworfen

Vor der Vorstellung Triebels wählten die Grünen einen neuen Kreisvorstand. Neue Sprecher wurden Marie Freitag und Martin Erdmann. Freitag ist 28 Jahre alt und Juristin in Ausbildung. Die gebürtige Sächsin, die in Kaufering lebt, war bereits in den vergangenen zwei Jahren Mitglied im Kreisvorstand. Der aus Bremen stammende Martin Erdmann ist seit drei Jahren Sprecher des Ortsverbands in Utting, wo der 53-jährige Pilot seit zehn Jahren lebt.

Über sein politisches Engagement setzte er das Greenpeace-Diktum „Planet Earth First“, denn die Erhaltung der Lebensgrundlagen auf der Erde sei für alle Menschen gleichermaßen wichtig. Vor der Wahl der Beisitzer waren erst einmal nur die weiblichen Mitglieder gefragt: Sie gaben aber mit großer Mehrheit ihre Zustimmung, vom 50:50-Verhältnis von Männern und Frauen im Kreisvorstand abzuweichen.

Neben Schatzmeister Kilian Fitzpatrick (Scheuring) konnten somit Markus von Jordan (Utting), Christine Reineking (Unterdießen) und Albrecht Winter-Winklmann (Kaufering) das sechsköpfige Vorstandsgremium vervollständigen.

Die in Aussicht stehende Regierungsbeteiligung in Form einer Koalition mit CDU/CSU und FDP in Berlin war bei der Kreisversammlung übrigens nur kurz ein Thema. Als die scheidende Kreissprecherin Christine Reineking nach einem Meinungsbild fragte, hieß es, da könne man erst etwas sagen, wenn klar sei, welche Themen und Inhalte am Ende zum Tragen kommen werden.

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