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Erziehung

25.03.2015

Gebühren steigen ab September

Eltern zahlen in Unterdießen bald mehr für einen Kindergartenplatz. Bei einem Förderantrag der Kirchenstiftung wurde sich der Gemeinderat noch nicht einig

Die Unterdießener Eltern zahlen bereits ab September 2015 mehr für die Betreuung ihrer Sprösslinge: Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung bei zwei Gegenstimmen, die Kindergartengebühren bereits zu diesem Zeitpunkt um rund fünf Euro anzuheben. Fuchstal und Denklingen erhöhen wie berichtet erst zum 1. September 2016.

Der Kindergarten hatte die Erhöhung des Betreuungsgeldes um fünf Euro pro Monat angeregt. Hintergrund war auch die Empfehlung des Landratsamtes, Elternbeiträge lieber regelmäßig und dafür in geringerem Umfang zu erhöhen, um das jährliche Defizit zumindest nicht weiter ansteigen zu lassen. Derzeit zahlt die Gemeinde Unterdießen gut 30000 Euro im Jahr dazu.

Die meisten Gemeinderäte hatten keine Bedenken gegen die „moderate Erhöhung“, nach der eine bis zu vierstündige Betreuung nun 90 statt 85 Euro pro Kind und Monat kostet. Sie störten sich auch nicht daran, dass nun zumindest ein Jahr lang die Gebühren in den drei Kindergärten in Denklingen, Fuchstal und Unterdießen nicht mehr einheitlich sind. Eine rechtliche Verpflichtung dazu, erläuterte Geschäftsstellenleiter Gerhard Schmid, bestehe ohnehin nicht.

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Ohne Ergebnis verlief die Diskussion zu einem Zuschussantrag der katholischen Kirchenstiftung. Dekan Oliver Grimm hatte die Gemeinde gebeten, 25 Prozent der 45000 Euro zu übernehmen, die die Kirche in einen behindertengerechten Zugang zum Friedhof sowie fünf Parkplätze am Friedhofseingang investieren will.

Üblicherweise, so Bürgermeister Alexander Enthofer, zahle die Gemeinde zehn Prozent. Doch könne man sich vorstellen, hier „über den Schatten zu springen“ und mehr zu übernehmen. Denn ein asphaltierter Zugang für ältere Menschen mit Rollator liege ja auch im Interesse der Gemeinde.

Dagegen sprach sich Egon Eibl mit Blick auf die Übernahme des Friedhofs durch die Gemeinde aus: Damals habe die Kirche die Gemeinde „über den Tisch gezogen“, erklärte er, zudem müsste Geld aus dem Verkauf des Pfarrhofs vorhanden sein.

Auf Vorschlag von Marie-Luise Raffalt wurde der Punkt schließlich vertagt. Sie konnte sich eine höhere Förderung vorstellen, wenn die Kirchenstiftung der Gemeinde im Gegenzug eine eingetragene Dienstbarkeit zugestehe.

Die Diskussion ist geschlossen.

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