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Erinnern

29.01.2020

Gedenken im Bunker

Im Bunker in der Welfenkaserne fand ein Gedenkappell statt.
Foto: Bechtold

Appell in der Welfenkaserne

Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus führte das Instandsetzungszentrum 13 einen Gedenkappell in der Untertageanlage der Welfenkaserne zwischen Landsberg und Igling durch. Angetreten waren die Soldaten und Mitarbeiter der Dienststelle, hinzu kamen geladene Gäste.

Der Leiter der Dienststelle, Oberstleutnant Thomas Sandlein, ging in seiner Rede auf die Gräueltaten ein, die vor 75 Jahren, als die Bunkerbaustelle noch auf Hochtouren betrieben wurde, stattfanden. Etwa 23000 überwiegend jüdische Häftlinge ungarischer und litauischer Herkunft seien beim Bau der Anlage „Weingut II“ unter menschenunwürdigen Bedingungen als Zwangsarbeiter eingesetzt worden. Weit über 6000 KZ-Häftlinge verloren während der letzten elf Monate des Zweiten Weltkriegs in Landsberg ihr Leben.

Leider spiegele sich der Antisemitismus mehr denn je in der Gesellschaft wider, so Sandlein. Gerade deshalb sei es wichtig, wachsam zu sein und diesen Strömungen keinen Platz zu lassen. Es dürfe kein Schlussstrich unter das Erinnern gesetzt werden. „Wir stellen uns heute der Verantwortung und bewahren das Gedenken an die Vergangenheit, um so die Achtsamkeit für die Gegenwart zu erhalten“, sagte Oberstleutnant Thomas Sandlein.

Während einer Schweigeminute für die am Bau des Bunkers zu Tode gekommenen KZ-Häftlinge legte Sandlein am Gedenkstein einen Kranz nieder. (lt)

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