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Lesung

01.07.2017

Gefühlvoll erzählt

Daniela Böhm las bei Buch Hansa in Landsberg.
Bild: Thorsten Jordan

Daniela Böhm und Doro Heckelsmüller verzaubern

An einem der seltenen, lauen Sommerabende, an dem in den umliegenden Freiluftlokalen reger Betrieb herrschte, fand sich ein kleiner Kreis im Inneren der Buchhandlung Hansa ein, darunter als Vortragende auch zwei Damen aus der Schweiz, Doro Heckelsmüller und Daniela Böhm, Letztere als drittes Kind von Karlheinz Böhm und Gundula Blau geboren. Sie lauschten Böhms gefühlvollen Erzählungen und den zauberhaften Harfenklängen von Musikpädagogin Doro Heckelsmüller und genossen einen besonderen Abend voller berührender Dichtkunst.

„Einsam saß das Alter auf einer Bank am Wegrand und sein Blick schweifte über die weiten Felder“, so beginnt die Geschichte von schier unüberwindlichen Gegensätzen zwischen Traum und Wirklichkeit aus dem Büchlein „Dort wo du bist, bin auch ich“. Die vor Kraft strotzende Jugend setzte sich neben es auf die Bank und es spann sich ein tiefgehender Dialog voll wunderbarer Poesie über den bunten Reigen des Lebens, das Rad der Zeit, das niemals anhält, und den möglichen Übergang in ein anderes Land, in dem Verlorenes wiedergefunden werden könnte.

Wie bei der ersten Lesung vor zwei Jahren im Hansa war auch Tino, der Mischlingshund, wieder mit von der Partie und bekam die eingeforderten Streicheleinheiten und Leckerlis von Ingrid Asam, die auch ihre Gäste mit Getränken verwöhnte. Mit den wunderbaren Tiergeschichten von Manfred Kyber war Daniela Böhm aufgewachsen, sie liebt Fabeln, in einer der ihren las die bekennende Tierschützerin von Freundschaft und ganz großen Träumen aus dem Buch „Auf der Suche nach dem verschwundenen Stern“, das die Künstlerin Andy Steinbauer herrlich illustriert hat. Ein ängstlicher Feldhamster machte sich auf die Suche nach seinem Freund, dem plötzlich verschwundenen Stern, mit dem er philosophische Gespräche über das Leben an sich führen konnte, und lernte unterwegs von der klugen Eule, dass ein Kümmernis oft ein Wink des Schicksals sein kann, um aus Gewohntem auszubrechen. Doro Heckelsmüller sang zur Ukulele ein ergreifendes französisches Lied über die Sonne, bevor Daniela Böhm eine zauberhafte lyrische Erzählung aus „Der träumende Planet“ las, die unmittelbar vor der großen Katastrophe in Fukushima erschien und in der sich der Mond liebevoll mit der schwer angeschlagenen Erde unterhält, deren leichtsinnige Bewohner unermessliche Ressourcen nicht zu schätzen wissen. (grab)

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