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Dießen

23.05.2019

Gegen die Bienen-Wohnungsnot in Dießen

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3 Bilder
Wissenswertes und Lehrreiches gab es nicht nur für Kinder auf dem Dießener Untermüllerplatz am Weltbienentag zu erfahren.
Bild: Uschi Nagl

Am Dießener Untermüllerplatz wurde am Weltbienentag Lehrreiches und Unterhaltsames über die nützlichen Insekten geboten. Welche rolle die Big Band der Uni Ulm dabei spielt.

Eine Big Band auf dem Untermüllerplatz. Das erlebt man nicht alle Tage, doch die Tatsache, dass deren Dirigent Michael Lutzeier nicht nur Dozent der Uni-Band aus Neu-Ulm ist, sondern in Dießen lebt, machte diesen klangvollen Besuch möglich. Doch auch sonst zeigte sich die Marktgemeinde forsch, denn mit ihrem Fest war sie dem offiziellen Welt-Bienentag um einen Tag voraus. Der Rest der Welt feierte erst einen Tag später.

Lesen Sie dazu auch: "Rettet die Bienen" macht Druck: Steigen jetzt die Chancen für die Initiatoren?

Band spielt vor allem Bienen-Songs

Passend zum Thema intonierten die 18 Musiker bevorzugt Bienensongs. Damit sorgten sie für ein prima Klima bei der geselligen und kurzweiligen Infoveranstaltung, zu der Transition Town, der Bund Naturschutz und die Grünen eingeladen hatten.

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Mit zwei Ständen war natürlich auch das Imkerhandwerk vertreten. Die beiden jungen Imkerinnen Nashan Alpler und Kerstin Hildebrandt – sie betreut auch die Bienenkästen auf dem Gelände der Psychosomatischen Klinik – berichteten von ihren Erfahrungen mit den Honigproduzentinnen und verteilten Kostproben aus ihrer Produktion.

Das Handwerkszeug der Imker

Bienenkörbe, Bienenkästen und deren Innenleben sowie das Handwerkszeug der Imker konnte man am Stand von Franz Kubat und Karl Finmans vom Imkerverein Dießen betrachten. Ein Angebot, das besonders Familien mit Kindern gerne nutzten. Allerdings war auch zu erfahren, dass ein Drittel der gut 500 heimischen Wildbienenarten auf der Roten Liste stehen oder vom Aussterben bedroht sind.

Was zu tun ist, damit Bienen, Hummeln, Wespen, Schmetterlinge und andere Insekten mehr Nahrung finden, war am Stand des Bund Naturschutz zu erfahren. Gärtnerin Katja Holler hatte Wildblumen wie Thymian, Karthäusernelke, Taubenskabiose, Steinkraut und Polsterglockenblumen in Blumenkästen und Töpfe gepflanzt. Vor Ort bewundern konnte man auch Sträucher für den Naturgarten wie Kornelkirsche, Felsenbirne oder Wildrosenarten.

Der Erhalt alter Sorten

Bei der Gärtnerei Sonnenwurzel aus Reichling konnte man sich zum Thema Permakultur informieren und es gab Tipps zum Erhalt alter Sorten und zum Gemüseanbau in Symbiose mit der Natur. Gleich nebenan wurde gegen die Wohnungsnot gekämpft: Bei Transition Town bauten kleine und großen Insektenfreude Insektenhotels für Wildbienen, Hummeln oder Wespen und der Landesbund für Vogelschutz informierte mit einem unterhaltsamen Quiz über die Nahrungskette bei Insekten und Vögeln und über das Gärtnern ohne Torferde. Insgesamt also ein geballtes Infopaket für alle Bienenfreunde und passionierten Naturgärtner.

Die Veranstalter des 1. Weltbienentages in Dießen freuten sich über regen Publikumszulauf und das entspannte Miteinander auf dem Untermüllerplatz.

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