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Dreharbeiten

22.08.2011

Geigen klingen am Monopteros

Das Bild zeigt (von links) Hauptdarsteller Mark Nebele, Kinderdarstellerin Michele Schulz-Rosales und die Produzentin und Regisseurin Eva Merz, die im Schacky-Park Aufnahmen für ihren Kurzfilm „Mondnacht“ gemacht hat.
Bild: Foto: Renate Greil

Schacky-Park dient als Kulisse für den Kurzfilm „Mondnacht“

Dießen Wehmütige Geigenklänge ziehen durch den Dießener Schacky-Park. Am Monopteros steht der Mann mit der Geige, ein kleines Mädchen tanzt dazu und drum herum arbeitet eine junge Filmcrew in der sengenden Nachmittagshitze. Kameramann Eugen Gritschneder gibt neue Anweisungen. Ganz geduldig steht Kinderdarstellerin Michele da und konzentriert sich. Noch schnell zurecht gemacht von der Maske, und von Neuem beginnt das Spiel der Geige und der Tanz des Mädchens. Zentrum des Geschehens ist eine junge Frau, die 22-jährige Eva Merz. Sie dreht derzeit einen 15-minütigen Kurzfilm im Genre Fantasy/Drama.

Fünf Drehtage sind für den Kurzfilm „Mondnacht“ veranschlagt, drei davon im Schacky-Park. Der Monopteros wandelt sich zum Tempel. Auf den Park wurde die Studentin im Studiengang Fotodesign im siebten Semester an der Hochschule München bei einem Zeichenkurs im Park aufmerksam. Ursprünglich stammt sie aus Peißenberg, lebt jetzt in München und machte 2007 ihr Abitur am Gymnasium Weilheim. Bereits mit 15 habe sie dort ihr erstes Filmprojekt verwirklicht, erzählt Merz. Das Drehbuch zum Kurzfilm „Mondnacht“ sei in der Zeit nach dem Abitur entstanden. Eine wichtige Rolle spielt dort der Dichter Joseph Freiherr von Eichendorff und sein Namen gebendes Gedicht. Nach dem Abitur habe sie ein Jahr verschiedene Praktika bei Film und Fernsehen absolviert, dann ging es zum Studium an die Hochschule München. Als Fotografin setzt Merz ihren Schwerpunkt weniger in den Dialogen als vielmehr in den Bildern. Sie möchte, dass „die Symbolik sich möglichst in einem Bild ausschöpft“. Nachdem sie drei Jahre lang versucht habe, eine Förderung zu bekommen, setzt sie ihr Drehbuch nun auf eigene Kosten um. Eine „Visitenkarte“ soll „Mondnacht“ für sie werden, meint sie. Die Produktionskosten für das aufwendige Projekt hat sie auf bis zu 30 000 Euro geschätzt. Die Filmmusik wird von Sami Hammi komponiert.

„Mondnacht“ gliedert sich in verschiedene Zeitebenen, so die Regisseurin. Im Mittelpunkt steht Natalie, die eine schwierige Kindheit verarbeiten muss. Im Prolog sieht man Natalie als Kind, dargestellt von Michele Schulz-Rosales, wie ihr Vater, Mark Nebele, die Mutter am Sterbebett versorgt. Begleitet wird die Szene aus dem Off vom Gedicht „Mondnacht“. Als 18-Jährige erinnert sich Natalie, gespielt von Luisa Liebtrau, an gemeinsame Stunden mit ihrem Vater in einem Park, in dem er früher Geige spielte. Sie erinnert sich an eine Zeit, als sie vor Zuschauern tanzen musste. „Tanzen mit etwas Positivem zu verbinden“, so Merz, zeigen Aufnahmen, die im Prunksaal von Schloss Ratibor in Roth gedreht wurden.

Auch der Dichter von Eichendorff, dargestellt von Björn von der Wellen, hat einen Auftritt. Am Schluss nimmt Natalie Abschied vom Vater. „Mondnacht“ sei ein Appell, den Nutzen seiner Gefühle zu erkennen, so Merz. In Dießen soll der Film im nächsten Jahr beim Kurzfilmfestival gezeigt werden. Außerdem werde er auf verschiedenen Wettbewerben wie bei „Die blaue Blume“ des Fernsehsenders Sky und auf Festivals angemeldet, so die Studentin. Zudem ist der Kurzfilm auch ihre Abschlussarbeit an der Hochschule München. (rg)

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