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  3. Geltendorf: Nach fast 30 Jahren benötigt der Alte Wirt in Geltendorf eine große Sanierung

Geltendorf
30.04.2020

Nach fast 30 Jahren benötigt der Alte Wirt in Geltendorf eine große Sanierung

Eigentlich sieht der „Alte Wirt“ in Geltendorf gut erhalten aus, doch nach der grundlegenden Sanierung vor fast 30 Jahren sind Haustechnik und Bausubstanz in die Jahre gekommen.
Foto: Thorsten Jordan

1990 kaufte die Gemeinde Geltendorf die alte Gastwirtschaft neben der Kirche, um das Lokal zu erhalten. Jetzt ist es Zeit geworden, das Baudenkmal umfangreich zu sanieren.

Die Farbe blättert, das Dach ist undicht, Lüftungen funktionieren nicht mehr, Leitungen sind marode, die Haustechnik ist überaltert: Der „Alte Wirt“ in Geltendorf ist dringend sanierungsbedürftig. Der Gemeinderat hat die Maßnahme im vergangenen Jahr diskutiert und beschlossen. Mit der Einstellung von 550.000 Euro in den Haushalt 2020 wurde auch ein (vorläufiger) finanzieller Rahmen geschaffen. Insgesamt werden die Kosten für das Vorhaben mit 661.000 Euro beziffert. Es ist viel zu tun, aber die Gemeinde muss das Projekt finanziell nicht allein schultern.

Die Verwaltung hat dabei auch eine Förderung aus dem Gaststätten-Modernisierungsprogramm des Freistaats Bayern beantragt. Ein Zuwendungsbescheid der Regierung von Oberbayern liegt seit Mitte Dezember 2019 im Rathaus vor. Demnach erhält die Gemeinde für das Projekt zugesagte Fördermittel in Höhe von knapp 155.000 Euro.

Im Kern stammt das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert

Weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht, sind bei der Sanierung bestimmte Vorschriften einzuhalten. In der Denkmalliste ist es geführt als „Gasthaus, zweigeschossiger Steilsatteldachbau mit verzierter Haustür, im Kern 18. und 19. Jahrhundert“.

Die Liegenschaft gehörte früher dem Münchner Löwenbräu und wurde von der Monachia Immobilien übernommen. Von der Monachia erwarb die Gemeinde 1990 Haus und Grundstück für 1,6 Millionen Mark. „Wir hatten zunächst keine Mehrheit für einen Kauf des Gasthauses in der Ortsmitte“, erinnert sich der damalige SPD-Gemeinderat Peter Bergmoser. Allerdings sollte es als Treffpunkt möglichst erhalten bleiben. Es habe noch einen Mitbewerber gegeben. Dieser betrieb zu der Zeit eine Gaststätte in Gräfelfing. Einige Entscheidungsträger seien da mal hingefahren und nicht 100-prozentig überzeugt gewesen. „Nach genauer Überlegung und erneuten Diskussionen fand sich dann doch eine Mehrheit für den Kauf.“ Das etwas marode Gebäude wurde umfangreich saniert.

Am 11. September 1992 wurde der "Alte Wirt" neu eröffnet

Die Gemeinde ließ Fremdenzimmer und eine Wohnung im Dachgeschoss einbauen. Elektrotechnik und Heizanlage sowie Inneneinrichtung und Küchenausstattung wurden erneuert. Die Fassade musste trockengelegt werden, die Fenster waren zu überarbeiten. Schlussendlich legte die Gemeinde auch den gesamten Außenbereich neu an beziehungsweise schuf ihn. Es entstanden nicht nur Parkplätze und Biergarten, sondern auch ein Dorfplatz. Am 11. September 1992 konnte der „Alte Wirt“ eröffnet werden. In Geltendorf gibt es seither ein Gasthaus mit Wirtsstube (30 Plätze), Nebenzimmer (60 Plätze), Saal (100 Plätze) und einen Biergarten (100 Plätze) mit Kinderspielplatz.

Der "Alte Wirt" in Geltendorf auf einer Aufnahme Anfang der 1990er-Jahre.
Foto: LT-Archiv

Laut Verwaltung wurde an der Liegenschaft in den vergangenen fast 30 Jahren kaum etwas gemacht. Finanziert wurden lediglich geringere Unterhaltsmaßnahmen. Für ein genaues Bild der Schäden hatte die Verwaltung das Architekturbüro Reitberger aus Fürstenfeldbruck eingeschaltet. Laut Geschäftsstellenleiter Patrick Naumann ist das Büro sehr erfahren in der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude.

Vor allem am Dach ist viel zu tun

Vorgesehen sind die statische Sanierung des Dachtragwerks mit Neueindeckung (200.000 Euro) sowie die Reparatur aller Fenster (30.000 Euro). Die Elektroanlagen werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht (40.000 Euro), die Lüftungsanlagen erneuert oder saniert (75.000 Euro). Die Heizung erhält einen neuen Kessel (25.000 Euro). Die Küche wird fast rundum erneuert, vom Bodenbelag bis zum Fettabscheider (90000 Euro). Im Sanitärbereich sind vor allem die Leitungen marode (45.000 Euro), bei Bedarf werden auch WC-Anlagen ausgetauscht. Dazu kommen noch Verputz- und Malerarbeiten (28.000 Euro) und die Planungskosten (128.000 Euro). Alle Kosten sind Schätzwerte.

Laut Geschäftsstellenleiter Patrick Naumann sollen die Arbeiten am „Alten Wirt“ bis April 2021 abgeschlossen sein. Als Erstes erfolgt die Dachsanierung mit vorbereitenden Maßnahmen für den zweiten Bauabschnitt. Ziel soll laut Naumann sein, dass der Gastbetrieb, insbesondere der Biergartenbetrieb aufrecht erhalten werden kann – vorausgesetzt, er ist coronabedingt möglich. Beim zweiten Abschnitt muss das Gasthaus vermutlich einige Wochen geschlossen werden. „Alles erfolgt in Abstimmung mit dem Pächter“, betont Naumann.

Der Pächter wollte gerade selbst was tun

Und was sagt dieser dazu? Am liebsten wäre es ihm ja schon, meint Ivo Opacak dazu, wenn der Betrieb während des Umbaus so gut wie möglich weiterlaufen könnte. Dass saniert wird, freut ihn natürlich sehr. „Gerade hatte ich angefangen, Fenster zu streichen, weil die Gemeinde nichts gemacht hat“, erzählt er schmunzelnd. „Eine Woche später habe ich von den Maßnahmen erfahren.“

Die Familie ist seit mehr als einem Vierteljahrhundert im „Alten Wirt“ tätig. Sein Schwiegervater war dort seit 1993 Pächter. 2005 wurde Opacak dessen Nachfolger und verwöhnt seither die Gäste mit bayerischen und kroatischen Schmankerln. Dass das Gasthaus auch im Umkreis beliebt ist, wird gerade jetzt während der coronabedingten Schließung deutlich. So berichtet der Pächter, dass das Angebot, Speisen zu bestellen und abzuholen, sehr gut angenommen werde.

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