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Schülertransport

13.05.2015

Geltendorf zahlt Bus für Rabennest-Kinder

Keine Ganztagsklasse mehr. Fahrt um 15.30 Uhr stand zur Disposition

Im kommenden Schuljahr gibt es an der Geltendorfer Schule keine Ganztagsklasse mehr und somit mehr Anmeldungen für Hort und Mittagsbetreuung. An der in allen Jahrgangsstufen zweizügigen Schule wird heuer noch eine vierte Klasse als Ganztagsklasse angeboten. Künftig wird dies jedoch nicht mehr der Fall sein, wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung angesprochen wurde.

Wie Schulleiterin Maria Wegele dem Landsberger Tagblatt sagte, geht es mit den Anmeldungen nicht aus. „Wir brauchen mindestens 25 Schüler in der Ganztagsklasse“, erläuterte Wegele, dass sonst die Regelklasse zu groß würde.

Nachfrage nach Kinderbetreuung auch am Nachmittag ist nach Wegeles Einschätzung schon gegeben, aber es gebe auch den Hort und die Mittagsbetreuung. Und diese sei auch flexibler. Hier könne eine Mutter an drei Tagen arbeiten und sich selbst dann zwei Tage daheim ums Kind kümmern.

Keine Ganztagsklasse bedeutet aber auch, dass mehr Kinder in die gemeindliche Schülerbetreuung (Hort) und die Mittagsbetreuung Rabennest drängen. Der Gemeinderat hat ohne Gegenstimme beschlossen, dass die Gruppe im Hort größer werden soll, statt 25 Schülern soll die Betriebserlaubnis auf 30 lauten. Angemeldet sind für 2015/2016 29 Kinder. Der Betreuungsschlüssel ist gewährleistet, da eine Kinderpflegerin neu eingestellt wurde und ab September auch eine Praktikantin tätig wird.

Der Wegfall der Ganztagsklasse schafft auch ein weiteres Problem: Die bisherige Schulbusfahrt um 15.30 Uhr entfällt. Bisher konnten die Kinder der Mittagsbetreuung diesen Bus mitbenutzen. Der Förderverein stellte nun den Antrag, dass die Gemeinde den Schulbustransport übernimmt. Die Kosten liegen bei 32,10 Euro für vier Tage in der Woche. Für ein Schuljahr wären es rund 4900 Euro.

Zweiter Bürgermeister Robert Sedlmayr erläuterte, dass es aus Sicht der Verwaltung nicht gut wäre, den Bustransport zu übernehmen, aus Gerechtigkeit gegenüber anderen Gruppen, zum Beispiel den Kindergartenkindern. Im Gemeinderat war die Haltung verschieden. Thomas Stoklossa (UB) sprach von wertvoller Arbeit im Rabennest, „da sollten wir wegen 5000 Euro nicht rumdiskutieren, es geht um 30 Kinder, die heim müssen“. Auch Horst Kürschner (Grüne) plädierte für eine „kostenlose Schülerbeförderung“.

Josef Weiß (CSU) schlug vor, die Kosten zur Hälfte zu übernehmen, die andere Hälfte sollten die Eltern zahlen. Als Wolfgang Albertshofer (SPD) die niedrigen Kosten anzweifelte, erläuterte Geschäftsstellenleiter Florian Hänle, dass sich dies aus dem Gesamtpaket der Ausschreibung ergibt. Der Bus fahre weiterhin wie bisher. Freilich könnten die Kosten bei einer neuen Ausschreibung höher sein. Mit einem 10:10-Patt wurde die vollständige Kostenübernahme abgelehnt, mit 17:3 Stimmen dann aber beschlossen, die Hälfte zu zahlen.

Unproblematisch gestaltet sich die gemeinsame Nutzung von Räumen durch die Mittagsbetreuung Rabennest und das Blasorchester Geltendorf, wie Verwaltungschef Florian Hänle jedoch von den Verantwortlichen beider Vereine erfahren hat. Die Praxis soll so fortgesetzt werden. (smi)

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