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Egling

21.04.2015

Gelungene Premiere ohne Probe

Der Jubiläumschor zusammen mit dem Chor der Harmonie Stoffen. Beide Chöre werden von Veronika Graser geleitet.
Bild: Walter Herzog

Der gemischte Chor des Sängerkreises Gemütlichkeit Egling feiert mit sieben Chören sein 40-jähriges Bestehen.

Einen bunten Strauß an Frühlingsmelodien haben sie gebunden, die acht gemischten Chöre, die das Frühjahrskonzert des Chorverbands Landsberg am Lech (CVLL) am vergangenen Samstag-abend in Egling gestaltet haben. Anlass war das 40. Gründungsjubiläum des gemischten Chors des Sängerkreises Egling. Bei den musikalischen Glückwünschen waren die versprochenen lerchengleichen Stimmen ebenso zu hören wie Variationen des Kuckucksrufes. Die Rosen und Tulpen, melodisch dargeboten, waren förmlich zu riechen. Festliche Weisen wechselten mit gefühlvoll vorgetragenen Walzerklängen und mündeten in rhythmische Melodien, die von Liebeslust ebenso berichteten wie von Lebensfreude und Freundschaft.

„Es war für uns alle ein Abend der Freude und Freundschaft“, fasste Kreischorleiterin Veronika Graser ihre Eindrücke zusammen. Sie sprach vielen Zuhörern aus dem Herzen, als sie von einem bunten und abwechslungsreichen Konzert sprach, bei dem es Spaß gemacht habe zuzuhören. Das als Gemeinschaftschor dargebotene Lied „Der Freundschaft Band“ (Text: Gerhard Rabe) nach Edward Elgars berühmte Finale der „Night of the Proms“ setzte da einen würdigen Schlusspunkt. Auf der Bühne stand dazu unter der Leitung von Graser der Jubiläumschor, zusammen mit dem Collegium Vocale Landsberg (Leitung: Ludmilla Wachs).

Eine Premiere sei der gemeinsame Auftritt der beiden Chöre gewesen, hieß es, und das ohne Probe. Premiere feierte aber auch die Chorgemeinschaft aus Merching unter der Leitung von Regina Pfeiffer. Der Chor aus der Nachbargemeinde Eglings traf erstmals mit Chören des CVLL zusammen. Der harmonische Klangkörper präsentierte sich als eine echte Bereicherung. Bei Chor und Leitung war die Lebenslust förmlich zu spüren. Eine andere Art von Erstauftritt hatte die Stimme Weils: Vox Villae Liederkranz Weil war erstmals öffentlich unter dem Dirigat von Felix Mathy zu hören. Mit drei sauber vorgetragenen Frühlingsliedern, darunter „Der Kuckuck und der Esel“ nach einem Satz von Henric Wagemann, ist der renommierte Chor beachtenswert in die neue Ära gestartet.

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Und von noch einer Premiere kann berichtet werden: Die neue Schulturnhalle in Egling hat erstmals ein Chorkonzert erlebt. „Gut bestanden“ lautet das Urteil unter akustischen und optischen Ge-sichtspunkten. Natürlich war es dem Sängerkreis Egling vorbehalten, die Halle erstmals zu „beschallen“. Unter der Leitung von Veronika Graser wurden die Schwalben („Schau nur die Schwalben sind nach“, Satz Pasquale Thibaut) begrüßt und melodisch Blumen unter den Gästen verstreut – mit dem Blumenwalzer aus Tschaikowskys Nussknacker-Ballett und „Tulpen aus Amsterdam“ (Satz Karl Heinz Jäger). Auch mit ihrem zweiten Chor, der Harmonie Stoffen, sang Graser sich in die Herzen der Hörerschaft. Getragen vom Walzergefühl (Dimitri Schostakowitsch) interpretierten beide Chöre den Doris Day-Hit „Que sera“. Am Klavier begleitete dabei jeweils Saleh Ziabari.

Der Sängerhort Walleshausen unter der Leitung von Anton Trohorsch präsentierte sich zunächst feierlich („Was Odem hat“ von Lorenz Maierhofer), wobei Bodo Dittrich ein feines Solo auf der Picco-lo-Trompete erklingen lies. Mit Pasquale Thibauts „Der Frosch im Hals“ zeigte der Chor ein Stück zum Schmunzeln.

Angela Stauber führte den Frohsinn Landsberg durch Wolken zur Sonne („Lerchengesang“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy) und huldigte mit dem andalusischen Volkslied „Boleras Sevillanas“ von Enrique Fabréz Schönheiten mit blonden Haaren.

Einen musikalisch und choreografisch rundum gelungenen Auftritt zeigte auch der Chor aus Geltendorf. Leiterin Martina Osipova bot mit Hans Unterwegers „Frauen sind anders“ und Mendelssohns „Frühzeitiger Frühling“ eine Liedauswahl, die das abwechslungsreiche Konzertprogramm widerspiegelte.

Swingend wünschte er der Geburtstagsgesellschaft mit Lorenz Maierhofer einen schönen Tag („Have a Nice Day“) und gab die Bühne frei für den finalen Auftritt des Collegium Vocale Landsberg, das unter der Leitung von Ludmilla Wachs mit einem Musical-Medley aus „Andrew Lloyd Webber in Concert“ einen unterhaltsamen Schlusspunkt setzte.

Ein „munteres Konzert mit wunderschönen Stücken“, resümierte die Vorsitzende des Chorverbands, Maria Thomamüller. Und Bürgermeister Ferdinand Holzer lobte in seinem Grußwort das ehrenamtliche Engagement und kam zu dem Schluss, dass die Chöre nicht nur einen harmonischen Klang pflegten, sondern es auch verstünden, in der Gemeinschaft zu feiern.

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