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Flächennutzungsplan

27.02.2011

Gemeinderat und Bürger einig: Kein neues Bauland

Der Friedhof in Holzhausen wird zu klein. Eine Erweiterung ist zwar im Flächennutzungsplan vorgesehen, da die Fläche der Gemeinde Utting aber noch nicht gehört, wird auch ein Ersatzstandort am Schmiedberg ausgewiesen.
Bild: Foto: Thorsten Jordan

In Utting wird hauptsächlich der Bestand festgeschrieben. Geothermie-Standort bleibt noch unerwähnt

Utting Weitgehend einstimmig hat der Uttinger Gemeinderat in der jüngsten Sitzung über den Entwurf für den Flächennutzungsplan entschieden. Dem vorausgegangen ist eine lange Zeit der Vorberatung mit Bürgerwerkstatt, bevor man nun ins reguläre Verfahren geht. In welcher Art sich die Gemeinde entwickeln soll, da sind sich die Gemeinderäte und die Bürger, die am Workshop teilnahmen, laut Planerin Ulrike Angerer weitgehend einig: Es sollen keine großen Flächen neu als Bauland ausgewiesen werden, sondern der Bestand konsolidiert werden. Das Seeufer ist freizuhalten von Bebauung. Beibehalten werden solle das Trenngrün zwischen Utting und Holzhausen und in Holzhausen solle der Grünbereich zwischen der Bebauung im Altort und der Bebauung am Seeufer erhalten bleiben, wie auch Landschaftsplanerin Johanna Vogl erläuterte.

Bestehende Baugebiete werden aufgenommen

In der eineinhalb Stunden dauernden Diskussion ging es zumeist um die Festschreibung von Bestehendem wie dem Wohngebiet im Dyckerhoffgelände oder am Sulzfeld. Große neue Wohnflächen kommen nicht hinzu, es wird zumeist der Bestand erfasst und entsprechend der aktuellen Situation ausgewiesen. Die Definition von Grünflächen soll vor allem in Holzhausen ein Ausufern der Bebauung verhindern.

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Als einzige große Wohnbauausweisung, die zur Debatte stand, war der Antrag für zwei Flächen mit insgesamt etwa Hektar im Süden Uttings: Zum einen ein Stück angrenzend an die Bebauung Sulzfeld, zum anderen ein Areal noch weiter südlich. Der Gemeinderat sah dies aber einstimmig als Außenbereich an.

Zunehmen werden Gewerbe- beziehungsweise Mischflächen: Aufgenommen wird die Planung für das Gewerbegebiet-Nord sowie die Fläche zwischen dem ehemaligen Sägewerk an der Achselschwanger Straße und dem Getränkebetrieb im Süden als Mischgebiet. Die Kiesgrube am Sulzfeld bleibt weiterhin Außenbereich, obwohl schon über eine dortige Einzelhandelsansiedelung diskutiert worden ist (LT berichtete). Auch der Geothermie-Standort an der Kreisstraße bleibt noch außen vor. Die Bereiche Rathaus sowie Restaurant und Werft am See werden Mischgebiet.

Vorgesehen sind mehrere Gemeinbedarfsflächen: Für einen künftigen Bauhof südlich der Auraystraße im Bereich der Einmündung Entrachinger Straße und als mögliche Standorte für ein Jugendhaus Flächen am Bauhof/Rathaus sowie südlich des Bahnhofs. Martina Grunow (FWG) hätte gerne das Steinhauser Haus als Gemeinbedarfsfläche ausgewiesen gesehen. Laut Ulrike Angerer und Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) muss einer Gemeinbedarfsfläche auch eine Funktion, zu welchem Zweck sie vorgesehen ist, zugewiesen werden. Außerdem gehöre das Grundstück der Gemeinde nicht.

Kurz diskutiert wurde über die Ausweisung einer zusätzlichen Friedhofsfläche nördlich des Schmiedbergs in Holzhausen. „Der kleinste Ort und dann zwei Friedhöfe, das passt nicht“, kritisierte Klaus Richter (CSU). Holzhausen sei berühmt für seinen Höhenfriedhof, Probleme gebe es mit den Wegen zum Friedhof, dies werde mit einem neuen Standort nicht gelöst. Da neben dem Friedhof ein Stück zur Erweiterung ausgewiesen wird, das der Gemeinde jedoch noch nicht gehört, waren 9 von 13 Gemeinderäten damit einverstanden, zur Sicherheit auch am Schmiedberg eine Fläche vorzusehen.

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