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Rott

11.10.2019

Gemeinderat will Plakatwand errichten und erntet Kritik

In Rott gibt es immer wieder Debatten um Plakate. In der vergangenen Gemeinderatssitzung ging es um einen Antrag von Hermann Dempfle.
Bild: Weizenegger (Symbol)

Plus Gemeinderat Hermann Dempfle will in Rott eine Anschlagtafel für Plakate errichten. Warum die anderen Räte das für keine gute Idee halten.

Plakatwände sind in Rott seit Langem ein Aufreger. Jetzt möchte mit Hermann Dempfle ein Gemeinderat eine solche Wand errichten. Wir informieren, wie das bei den Ratskollegen angekommen ist.

Plakattafeln sind dem Rotter Bürgermeister Quirin Krötz ein Dorn im Auge. Sie verschandeln seiner Ansicht nach den Ort. Eine Einschätzung, die auch viele Gemeinderäte teilen. Deswegen erteilte der Gemeinderat in der Vergangenheit seine Zustimmung zur Aufstellung von Plakatwänden mehrfach nicht und konnte deren Aufstellung teils verhindern. Zuletzt ging es um eine Platzierung in der Nähe der Ottilienkapelle am nördlichen Ortseingang. Da stellten sich auch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und das Staatliche Bauamt Weilheim hinter die Gemeinde.

Deutliche Worte von Markus Rieder

Nun stellte Gemeinderat Hermann Dempfle einen Antrag auf Aufstellung einer unbeleuchteten, 3,8 mal vier Meter großen Plakatanschlagtafel auf seinem Grundstück an der Landsberger Straße – ein Vorgehen, das seine Gemeinderatskollegen verwunderte und zu deutlichen Worten verleitete. „Ich finde es verwunderlich, dass ein Kollege, der sich dafür einsetzt, dass unser Dorf schöner wird, so etwas beantragt“, sagte Markus Rieder.

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Sabine Blank fügte an, dass die Plakatwand die Autofahrer ablenke. Eine Bushaltestelle befände sich in der Nähe, Kinder könnten deshalb gefährdet sein. Krötz sagte, Plakatwände gehörten nicht zur Dorfentwicklung: „Wir haben immer dagegen gekämpft.“

Der Gemeinderat stimmte vorsorglich geschlossen dagegen, jedoch wird der Antrag noch vom Staatlichen Bauamt Weilheim geprüft. Es soll festgestellt werden, ob sich die Plakatwand im Sichtdreieck von Verkehrsteilnehmern befindet. Nach der Beurteilung berät die Gemeinde erneut darüber.

Dempfle hatte sich bereits im vergangenen Jahr über die Plakatierregeln in Rott bei der Regierung von Oberbayern beschwert. Er kritisierte, dass an Verkehrsschildern keine Wahlwerbung aufgehängt werden durfte.

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