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25.04.2015

Gemeinsam vor Ort

Hans Well

Auch Ex-Biermösl-Blosn-Mitglied Hans Well sprach in Rott über Dorfentwicklung

Wie sieht eine gelungene Dorfentwicklung aus? Darüber sprachen Hans Well aus Türkenfeld, ehemaliges Mitglied der „Biermösl Blosn“, und seine Frau kürzlich in Rott. „Wir wollen nicht gestaltet werden, sondern selber gestalten“, sagte Well. So hätten sich Arbeitskreise gebildet, es seien Hausnamen angebracht, Bänke aufgestellt und ein erfolgreicher Wochenmarkt eingeführt worden. In einer Zeitschrift „Türkenfeld im Blick“ veröffentlichen die Mitglieder der Dorferneuerung Auszüge aus den Gemeinderatssitzungen. Das Dorf sei zusammengewachsen, sagte Well. Er empfahl, an politischen Gruppierungen teilzunehmen. Sabeeka Well ist mittlerweile Gemeinderätin.

Anschließend berichteten die Rotter Arbeitskreise über ihre Fortschritte. Seit gut einem Jahr versuche nun etwa die Nachbarschaftshilfe Hilfesuchende und Hilfeleistende zu verbinden, berichtete Jens Müller. Sie blickten dabei auf eine erfolgreiche Zeit zurück und hätten auch Unterstützung vonseiten der Gemeinde erfahren. „Wir bieten kleine Gefälligkeiten, arbeiten ehrenamtlich und kostenfrei und wollen niemandem eine Arbeit wegnehmen“, so Müller. Als „lose Gruppierung“ habe die Nachbarschaftshilfe nicht bestehen können, so sei ein Verein gegründet und Flyer im Ort verteilt worden. Es sei momentan mehr Hilfsbereitschaft durch engagierte Helfer im Ort da als Nachfrage, berichtete er.

Auch für den Klimaschutz wird in Rott etwas getan: So können Rotter bei Franz Straub, Leiter der Arbeitsgruppe Energie, Strommessgeräte kostenlos ausleihen und so „Energiefresser“ im eigenen Haushalt finden. Außerdem hat die Dorfentwicklung eine neue Homepage, wie Jörg Bollrich, Kopf des Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit, berichtete. Darauf würden sich Informationen, Protokolle, Fotos und Aktuelles finden.

Ein umfangreiches Thema war die Sanierung des Engelsrieder Sees. Roland Klinger erläuterte, welche Gedanken sich der Arbeitskreis zur Entschlammung des Sees und der Sanierung des Zulaufs gemacht habe. Es sei eine Tendenz zur Verschlechterung des Ökoystems ersichtlich. An dem See sei noch nie etwas gemacht worden, hieß es. Eine Sanierung mit Bakterien, durch Ausbaggern oder Ablassen des Sees sei schwer durchführbar. Das Beispiel des Rothsees bei Zusmarshausen zeige, dass ein gutes Ergebnis mit einem Saugbagger erzielt werden könne.

Einige Bürger stellten Fragen an die Arbeitskreismitglieder. Biologe Erik Bohl war der Meinung, dass die Saugbaggermethode nach derzeitigem Kenntnisstand die naturschonendste Sanierung sei. Das Renaturieren des Rottbachs wurde angedacht sowie eine Sanierung des Zulaufs. Nun werde ein Schreiben an den Gemeinderat verfasst und das weitere Vorgehen liege in der Verantwortung des Gremiums, sagte Roland Klinger.

Das Schlusswort hatte Konrad Erhard. Er erinnerte an die Beispiele aus Türkenfeld und stellte Parallelen fest. „Auch in Rott können wir zufrieden sein mit dem, was in den vergangenen Jahren entstanden ist“, sagte er. „Wir wollen uns für unser Dorf engagieren, Gedanken und Fähigkeiten einbringen.“ Es gehe außerdem um eine konstuktive Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, man wolle ihm als Entscheidungsgremium zuarbeiten. Die Verzahnung gelinge jedoch nur zögerlich, sagte er.

Das Helfertreffen der Nachbarschaftshilfe findet am heutigen Samstag um 15 Uhr im Pfarrheim statt. Es können auch Interessierte kommen.

Im Internet

ig-dorfentwicklung-rott.beepworld.de

facebook.com/dorfentwicklung

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