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Penzing

19.11.2019

Giftstoffe im Wasser: Vorsicht vor Fischen aus dem Verlorenen Bach

Die Fische aus dem Verlorenen Bach im Landkreis Landsberg sollten nicht regelmäßig gegessen werden.
Bild: Schwäbischer Fischatlas (Symbolbild)

Plus Fische aus dem Verlorenen Bach sollten nicht regelmäßig gegessen werden. Das Landratsamt spricht eine Warnung aus. Was der ehemalige Fliegerhorst Penzing damit zu tun hat.

Auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Penzing wird vom Landratsamt Landsberg derzeit eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt. Dass Verunreingungen des Bodens und des Grundwassers mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) aufgrund von Löschschaum vorliegen, war bereits bekannt. Jetzt wurden für das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auch Proben von wildlebenden Fischen aus dem Verlorenen Bach zur Untersuchung vorgelegt: fünf Bachforellen und eine Regenbogenforelle. Die darin gefundenen Giftstoffe können sich bei regelmäßigem Konsum negativ auf die Gesundheit auswirken.

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Behörden: Einen Fisch kann man problemlos essen

Laut Pressemitteilung stellte die Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) in den Proben jeweils den höchsten Gehalt aller in den Proben festgestellten Substanzen dar. "Das LGL hält deshalb die PFOS auch für maßgeblich bei der Beurteilung der Verzehrfähigkeit der Fische und ihrer gesundheitlichen Wirkung." Auch beim Verzehr einer großen Menge Fisch aus dem Verlorenen Bach mit einer Mahlzeit oder über einen Tag verteilt seien bei keinen der in den verschiedenen Proben vorliegenden PFOS-Gehalten nachteilige Wirkungen auf die Gesundheit zu erwarten.

Dennoch: Von einem regelmäßigen und dauerhaften Verzehr von Fischen aus dem Verlorenen Bach rät das LGL ab, da dies wegen ihrer PFOS-Belastung negative gesundheitliche Wirkungen hervorrufen könnte. "Da sich der PFOS-Gehalt der Proben aus Untermühlhausen nicht wesentlich von den Ergebnissen aus den Proben zwischen Epfenhausen und Weil unterscheidet, geht das LGL davon aus, dass die ermittelten Belastungen repräsentativ für die generelle Belastungssituation von Forellen im Verlorenen Bach sind", so das Landratsamt weiter.

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Ein Fischzüchter gibt Entwarnung

Nicht betroffen von der Warnung ist die Fischzucht Birnbaum in Penzing, deren Betriebsgelände nah dem Verlorenen Bach liegt, sagt deren Inhaber Nikolai Birnbaum. "Bei uns wurden in den vergangenen Jahren mehrfach Proben genommen vom Wasser und den Fischen. Dabei gab es keine auffälligen Befunde." Die Quellen aus denen das von der Firma genutzte Wasser stammt, lägen südwestlich des Verlorenen Bachs. Probleme gebe es aber nur mit den Quellen aus Richtung Untermühlhausen, also aus Richtung Südosten, so Birnbaum.

Wer sich informieren möchte, kann sich unter anderem an das Landratsamt Landsberg wenden oder an die "PFC-Infoline" am LGL: Telefon 09131/6808-2497.

Lesen Sie dazu auch:Fliegerhorst Penzing: Giftstoffe in Gärten in der Umgebung

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