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Landsberg

10.08.2019

Günther Sigl in Landsberg: Das Leben ist wie ein Traum

Günther Sigl am Freitagabend beim Landsberger Kino-Open-Air.
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Günther Sigl am Freitagabend beim Landsberger Kino-Open-Air.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Günther Sigl von der Spider Murphy Gang kommt zu den „Glory Days of Rock’n’Roll“. Da werden bei dem Sänger und seinen Fans viele Erinnerungen wach.

Als ein paar Tage zuvor die Bühne des Landoll Trucks am Flößerplatz aufgebaut wurde, hörte man Passanten munkeln: „Na, der Sigl kommt doch. Des ist bestimmt für die Spiders.“ Knapp daneben. Es wurde für das Landsberger Sommerevent aufgebaut, das am Freitag startete. Doch am gleichen Abend, nur ein paar Meter weiter, war er wirklich da: der Günther Sigl, Frontmann und Sänger der Spider Murphy Gang. Im Open-Air-Kino von Rudolf Gilk und seinem Olympia-Team stellte der 72-Jährige den Film „Glory Days of Rock’n’Roll“ vor, ein so einfühlsames wie liebevolles Bandporträt des Filmemachers Jens Pfeifer.

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Aufgewachsen in der Epfenhauser Siedlung

Eigentlich sei er ja im Sommer auf Dauertournee, sagte der kleine, sympathische Mann mit dem jungenhaft-verschmitzten Lachen, aber als der Rudolf Gilk angerufen und ihn eingeladen habe, hätte er doch tatsächlich einen freien Tag gehabt und sei sofort für eine Apfelschorle zu haben gewesen. Den Landsberg-Besuch nutzte Sigl selbstverständlich auch für einen Familienbesuch. Tante, Bruder und einige Angehörige wohnen ja immer noch in Landsberg, wo Sigl „oben in der Epfenhauser Siedlung“ aufgewachsen ist. Nur die schönsten Erinnerungen habe er an diese Zeit, versichert der Musiker und berichtet vom Schuleschwänzen, Obststibitzen und anderen Kinderstreichen.

Während er im Fischerwirt mit seiner Familie speist und sich das Kino langsam füllt, läuft im Hintergrund seine Musik, alte und neue Songs. Klassiker wie „Mia san a bayrische Band“ und natürlich „Rosi“, aber auch neuere Songs aus Solo-Projekten des Künstlers. Der eingängige Titelsong des Films, eine melodische Reminiszenz an die guten, alten Zeiten im Schwabing der 80er-Jahre, ist leider noch nicht veröffentlicht und wird von Sigl bislang nur auf seinen Live-Konzerten gespielt.

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Helle Aufregung im Krankenhaus

Am Abend sind viele Fans der Münchner Kultband gekommen. Elisabeth Prummer-Förg etwa, die erzählt, wie sie und ihre Freunde seinerzeit nach jedem Rock’n’Roll-Training ins damalige „Upperside“ gegangen sind, „unsere zweite Heimat“. Einmal habe der junge Sigl, damals noch mit der unverkennbaren schwarzen Haartolle, seinen Kopf ins Stationszimmer des Krankenhauses Landsberg, wo sie als Krankenschwester arbeitete, gesteckt und nach seiner Mutter gefragt und damit helle Aufregung bei allen Damen verursacht. Ein echtes Idol eben. Oder Reinhold Thalhofer aus Bad Wörishofen, ein „echter Fan seit den frühen 80ern“. Auf allen möglichen Konzerten der „Spiders“ sei er damals gewesen, Germering, Augsburg, „da geht immer die Post ab, da ist eine super Stimmung, das sind einfach gute Musiker.“ Heute hat er sein eigenes Kissen für den Kinoabend dabei, bequem will man es ja im Alter schon haben.

Zum Schluss noch ein Versprechen

Kinobetreiber und Journalist Rudolf Gilk fasziniert es, wie man so lange so berühmt sein kann. Er selber war früher nicht auf den Konzerten, hat Günther Sigl aber mehrmals beruflich vor der Kamera gehabt. Zum Schluss der Einführung schmettert Sigl noch aus dem Stand und a cappella seinen Coverhit „S Leben is wiar a Traum“ und verspricht zum 60. Geburtstag im der Spiders (im Jahr 2037!) ins Sportzentrum Landsberg zu kommen. Das Versprechen wird per Handschlag besiegelt. Das bislang letzte Mal war Günther Sigl im November 2014 zu einem Konzert im Landsberger Stadttheater gewesen.

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