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Dettenhofen

15.07.2020

Gute Nacht Fuchs und Has: Jetzt kann in Dettenhofen gebaut werden

Das Lokal "Fuchs und Has" in Dettenhofen ist Geschichte. Es soll abgerissen werden, um Wohnhäuser zu errichten.
Bild: Gerald Modlinger

Plus Die Kultkneipe in Dettenhofen weicht neuen Wohnungen. Auch im Dießener Rathaus hat man jetzt keine Einwände mehr.

Wie erwartet, steht nun auch vonseiten der Marktgemeinde Dießen einer Neubebauung auf dem Fuchs-und-Has-Grundstück in Dettenhofen nichts mehr im Wege: Nach der Ablehnung einer Bauvoranfrage im Januar erteilte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung nun mehrheitlich das gemeindliche Einvernehmen.

Zwischenzeitlich war die Bauvoranfrage im Landratsamt geprüft worden. Danach teilte die Genehmigungsbehörde der Gemeinde unter anderem mit: „Die geplanten Baukörper bewegen sich sowohl hinsichtlich ihrer Grundfläche und Höhenentwicklung wie auch in Bezug auf ihre Lage innerhalb des Rahmens der umgebenden Bebauung.“ Seine Planung sei genehmigungsfähig, berichtet zwischenzeitlich auch der Grundstückseigentümer dem LT.

Eine Ablehnung des Bauvorhabens sei deshalb nicht gerechtfertigt. Die der Bauvoranfrage zugrunde liegende Planung sieht die Errichtung eines Dreispänners, eines Doppelhauses und zweier Einfamilienhäuser mit insgesamt sieben Wohneinheiten und 14 Stellplätzen (die Hälfte in Garagen, die andere Hälfte offen) auf dem knapp 2000 Quadratmeter großen Grundstück vor.

Gute Nacht Fuchs und Has: Jetzt kann in Dettenhofen gebaut werden

Sorge vor einer "massiven Wand"

Ganz so uneingeschränkt fiel die Zustimmung des Bauausschusses aber trotz der Einschätzung des Landratsamts nicht aus. Das Einvernehmen wurde zwar mit 6:3 Stimmen erteilt. Auf Vorschlag von Franz Sanktjohanser (Dießener Bürger) wurde jedoch auch die Anregung aufgenommen, die Häuser an der St.-Martin-Straße zu drehen, damit sie dort giebelseitig und nicht traufseitig zu sehen sind, was dem dörflichen Charakter mehr entspreche. Nach der jetzigen Planung, so hatte zuvor schon Marc Schlüpmann (Grüne) gewarnt, „werden wir an der St.-Martin-Straße eine massive Wand bekommen“. Er sehe nicht, dass sich die geplante Neubebauung am Bestand orientiere. Noch schärfer formulierte es Michael Hofmann (Bayernpartei): Ein solches Bauvorhaben zeige, wie „zerstörerisch“ und „rücksichtslos“ mit Ortsstrukturen umgegangen werde.

Gabriele Übler (Grüne) mahnte an, den Baumbestand zu erhalten. Dafür habe die Gemeinde jedoch keine Handhabe, weil kein Bebauungsplan bestehe, erklärte die Vertreterin des Bauamts. In diesem Fall könnten lediglich Ersatzpflanzungen gefordert werden. Auch dieser Hinweis wurde in den Beschluss aufgenommen.

Zustimmung signalisierte Jürgen Zirch (CSU): „Irgendwie müssen wir Wohnraum schaffen, und das geht nur in die Höhe.“

Alte Zeitungausschnitte erinnern an die Wiedereröffnung des Fuchs und Has 1996 und ans Zehnjährige im Jahr 2006.
Bild: Julian Leitenstorfer
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