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Unwetter

12.06.2019

Hagelsturm richtet im Raum Landsberg Millionenschaden an

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Am Tag nach dem Hagelsturm: In der Gärtnerei Scherdi in Hofstetten hat es an einem Gewächshaus sämtliche Scheiben zerschlagen.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Zerbrochenes Glas, schwer beschädigte Dächer und verbeulte Autos: Das Unwetter hat in vielen Orten im Raum Landsberg Schaden in Millionenhöhe hinterlassen.

„Es ist eine Katastrophe.“ Kurt und Andrea Scherdi stehen vor ihren Gewächshäusern in Hofstetten. Die Westseite des größten Gebäudekomplexes ist zertrümmert, das Dach vom alten Gewächshaus komplett zerstört und auch die Folienhalle wurde durchlöchert. „Ich schätze, von 10.000 Quadratmetern Fläche sind 4000 bis 5000 betroffen“, sagt Kurt Scherdi. Alles, was kein Sicherheitsglas sei, sei kaputt, sagt Andrea Scherdi. So fällt die aktuelle Hagel-Bilanz im Landkreis Landsbergaus.

Beide wollten am Montagabend noch schnell eine Lüftung in ihrem Betrieb umschalten, als das Unwetter über sie hereinbrach. Um vor Glasscherben geschützt zu sein, liefen beide in die Folienhalle. „Ich habe über mich und unseren Hund Flora eine Styroporplatte gehalten“, sagt Andrea Scherdi. Als sie heimkamen, erwartete die Scherdis dort auch eine böse Überraschung: Der Hagel hatte zwei Lichtkuppeln durchschlagen. Die Hagelkörner lagen im Treppenhaus. Kurt Scherdi hat schon einmal ein solches Unwetter erlebt. „13. August 1984“, das Datum dieses als „Münchner Hagelunwetter“ bekannten Sturms hat er sofort präsent. Damals gab es noch kein Sicherheitsglas, 100 Prozent der Gewächshausflächen seien kaputt gewesen. Eigentlich habe er in der jüngsten Vergangenheit mehr Angst vor einem Wirbelsturm gehabt. „Ich dachte, ich hätte das Trauma überwunden“, sagt er.

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Der Hagel und die schlimmen Spuren im Landkreis Landsberg
Bild: diverse

Ein kleiner Lichtblick: „Schon am Abend waren 26 junge Männer da und haben beim Aufräumen geholfen“, erzählt Andrea Scherdi. Auch am Dienstag war die halbe Belegschaft da, recht Grünzeug zusammen, kehrt Scherben weg. Ab Mittwoch soll das Geschäft wieder laufen. Nicht betroffen vom Hagelschaden seien die Beet- und Balkonpflanzen, Kräuter und Gewürze sowie die Grabbepflanzung. Das Angebot an Obstbäumen, Sträuchern und Stauden seien eingeschränkt.

Nach dem Hagelsturm: So sieht es am Ortseingang Dießen auf den Straßen aus.

Wer durch den Landkreis fährt, sieht vielerorts die Spuren der Verwüstung, ein Millionenschaden ist entstanden. Schwerpunkte des Hagelgewitters waren Denklingen, Asch, Leeder, Unterdießen, Reichling, Rott, Finning, Hofstetten, Schondorf, Utting, aber auch Bereiche der Marktgemeinde Dießen, wie das Landratsamt mitteilt. In vielen Orten wurden nicht nur die Felder, Wiesen und Gärten zerstört, sondern auch Gebäude schwer beschädigt.

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