30.10.2009

Hauptsache natürlich

Igling (löbh) - Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Inhaltsstoffen unterliegen seit Jahren einer gesetzlichen Kennzeichnungspflicht - nicht aber tierische Produkte wie Eier, Milch oder Fleisch in Bezug auf die Fütterung der Tiere. Vor etwa einem Jahr hat der Gesetzgeber nun auch die Grundlage geschaffen, Lebensmittel positiv, das heißt als gentechnikfrei zu kennzeichnen. Der Landsberger und Werdenfelser Land-Eiererzeuger Theo Herrmann von der Iglinger Rollmühle nützt die Möglichkeit seit Anfang Oktober. "Ohne Gentechnik" prangt auf den Sechser-Eierschachteln, und das zu hundert Prozent und seit Jahren schon, wie Herrmann und Landsberger Land-Vorsitzender Peter Kaun jun. versichern. "Das Futter für unsere Legehennen beziehen wir seit sechs Jahren vom auch damals schon gentechnikfreien Asamhof in Kissing", so Herrmann. Josef Asam hatte vor zehn Jahren begonnen, probehalber gentechnisch unverändertes Soja anzubauen. Das Experiment gelang, und mittlerweile bauen Asam und seine "Unser Land"-Vertragsbauern den wertvollen Eiweißlieferanten bereits auf 650 Hektar an - Tendenz steigend. Seit zwei Jahren betreibt Asam auf seinem Hof eine Eiweißaufbereitungsanlage, wo das Soja für die Verfütterung optimiert wird. Weitere Bestandteile im von Theo Herrmann verwendeten Futter für seine Hühner sind Mais, Weizen, Hafer und Triticale, kohlensaurer Futterkalk sowie eine Vitaminmischung. Alle Körner stammen aus regionalem, gentechnikfreiem Anbau.

Ebenfalls mit dem Label "ohne Gentechnik" sind jetzt die Landsberger Land-Nudeln gekennzeichnet, die auf dem Schererhof in Schmiechen hergestellt werden. Der Eiererzeuger Max Scherer produziert, wie Theo Herrmann, nach den Richtlinien von "Unser Land". Das Futter für Scherers Hühner ist zu 100 Prozent gentechnikfrei, ebenso der Hartweizengrieß sowie weitere Inhaltsstoffe für die vielfältig variierenden Nudeln.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren