1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Heiraten im Februar: Schnapszahlen ziehen nicht

Landsberg

15.01.2020

Heiraten im Februar: Schnapszahlen ziehen nicht

Wer heiratet, sucht sich mitunter auch ein besonderes Datum aus. Von einer „Schnapszahl“ ist dann schnell die Rede.
Bild: Ulrich Wagner (Symbolfoto)

Plus Im Februar gibt es drei Hochzeitstermine mit besonderen Zahlenkombinationen. Doch wer sich an diesen Tagen im Landkreis Landsberg das Jawort geben will, tut sich schwer.

Heiraten an einem Tag mit einer Schnapszahl, das reizt so manches Hochzeitspaar. Der Februar bietet drei solcher Schnapszahlen, freilich als Hochzeitstermine eignen sie sich nur bedingt. Warum das so ist, haben Standesbeamte aus dem Landkreis dem LT erzählt.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Der erste Termin, der 02.02.2020 fällt auf einen Sonntag und damit grundsätzlich für die hiesigen Standesämter aus. Der zweite Termin, der 20.02.2020, ist der Lumpige Donnerstag und der dritte, der 22.02.2020, fällt auf den Faschingssamstag. In Landsbergeine Faschingshochburg am Lumpigen Donnerstag – findet sich an diesem Tag niemand, der eine Trauung übernimmt, sagt Andreas Létang, der Pressesprecher der Stadt. Und auch am Faschingssamstag, 22. Februar, würden in Landsberg keine Hochzeiten stattfinden – weder im Rathaus noch im Mutterturm.

Alle Unterlagen müssen vorliegen

In Kinsau gibt es am Lumpigen Donnerstag eine Trauung, sagt Standesbeamter Herbert Sporer von der Verwaltungsgemeinschaft Reichling. „Es kann aber natürlich sein, dass noch Trauungen angemeldet werden.“ Theoretisch könne einen Tag später geheiratet werden, wenn alle Unterlagen vorlägen. Sporer rät aber den Heiratswilligen dazu, sich früh kundig zu machen, welche Unterlagen sie benötigen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Grundsätzlich sind der Januar und der Februar keine Monate, in denen viel geheiratet werde. Das bestätigt auch Stephanie Schüßler von der Marktgemeinde Dießen. Die Standesbeamtin hat für Samstag, 22. Februar, eine Trauung eingetragen. „In der Marktgemeinde Dießen gibt es nur an einem Samstag im Monat Hochzeitstermine.“

Der Bürgermeister absolviert einen Lehrgang

In der Marktgemeinde Kaufering findet laut den bisherigen Anmeldungen an den Tagen mit Schnapszahl keine Trauung statt, aber dafür an einem anderen besonderen Tag: am 29. Februar. Denn heuer ist Schaltjahr, wie von Standesbeamtin Andrea Giere zu erfahren ist. Bürgermeister Thomas Salzberger – erst seit Oktober im Amt – kann die Trauung übrigens noch nicht übernehmen: „Ich absolviere im März einen Lehrgang“, sagt er.

Wilhelm Lehmann ist nach drei Amtsperioden gewissermaßen ein alter Hase in Sachen Eheschließungen. Besonders stolz ist der Geltendorfer Bürgermeister, dass er 2017 Heinrich Prinz von Bayern und Henriette Gruse standesamtlich trauen durfte. Lehmann hat am Faschingssamstag 22. Februar eine Hochzeit im Kalender stehen. Die Gemeinde biete diese Möglichkeit an. Am Samstag übernimmt immer Lehmann, wie er erzählt, damit nicht die Mitarbeiter am Wochenende arbeiten müssten. Der Service gelte aber vorwiegend Geltendorfern oder vielleicht auch ehemaligen Geltendorfern. Bei rechtzeitiger Anmeldung und wenn es keine Terminüberschneidungen mit dortigen Veranstaltungen gibt, traut Lehmann auch im Schloss Kaltenberg.

In der Gasteiger-Villa gibt es erst im April einen Termin

Eine sehr schöne Hochzeitslocation hat auch Utting: die Gasteiger-Villa. Doch die Hochzeitssaison hat noch nicht begonnen: Standesbeamtin Claudia Breier sagt, dass die ersten Hochzeitstermine im April anstünden. Sie hat derzeit schlicht keine Zeit, denn Claudia Breier ist in der Verwaltung auch für die Kommunalwahl Mitte März zuständig. Außerdem tritt Bürgermeister Josef Lutzenberger nicht mehr zur Wahl an, und somit wird es eine Weile dauern, bis das neue Gemeindeoberhaupt diese Aufgabe übernehmen kann. Als zweite Standesbeamtin fungiert noch Claudia Maisterl.

„In Utting werden 95 Prozent der Hochzeiten in der Gasteiger Villa abgehalten, und fünf Prozent im Rathaus.“ Rund 60 Hochzeiten seien es jährlich, sagt Claudia Breier. Bereits im September seien die Hochzeitstermine für 2020 festgelegt worden, am 7. Oktober seien sie veröffentlicht worden: „Sie waren innerhalb von zwei Stunden weg.“

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren