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Herrsching

25.11.2020

Herrsching: Mann wird an einem Kiosk gefesselt und geschlagen

Per Notruf bekam die Herrschinger Polizei mit, dass an einem Steg ein Mann gefesselt und geschlagen wurde.
Foto: Julian Leitenstorfer/Symbolfoto

Aus einem Spiel wird plötzlich ernst: Mehrere Personen fesseln einen jungen Mann in Herrsching und misshandeln ihn.

Mehrere Personen haben am späten Dienstagabend in Herrsching einen jungen Mann gefesselt und geschlagen. Danach sollen sie das Opfer auch noch bestohlen haben, teilt die Polizei mit.

Gegen 22 Uhr war der Polizei in Herrsching über den Notruf mitgeteilt worden, dass eine männliche Person von einer größeren Personengruppe im Bereich des Kiosk „Steg 1“ gefesselt und geschlagen wurde. Die Tat lag zum Zeitpunkt der Mitteilung bereits mehrere Minuten zurück, weshalb die beteiligten Personen zwar nicht mehr im Bereich des Kiosk angetroffen werden konnten, im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung jedoch wenig später in einem Fahrzeug in Herrsching angetroffen wurden.

Auch ein Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz steht im Raum

Nachdem alle Personen zur Polizeiinspektion Herrsching gebracht worden waren, stellte sich heraus, dass sich die Gruppe im Alter von 17 bis 26 Jahren aus Herrsching und dem Landkreis München gemeinsam am Kiosk verabredet hatte. Der Geschädigte, der anfänglich zustimmte, wurde im Rahmen eines „Spiels“ gefesselt und geschlagen. Da es ihm jedoch schnell zu viel wurde, forderte er die Gruppe auf, ihn wieder freizulassen, teilt die Polizei mit. Die Täter kamen dieser Aufforderung jedoch nicht nach und malträtierten den Geschädigten weiterhin. Als der 21-Jährige aus dem Raum München schließlich doch freigelassen worden war, stieg er gemeinsam mit den anderen Gruppenmitgliedern in das später durch die Polizei kontrollierte Fahrzeug.

Da der Geschädigte bei der Polizei zudem angab, von der Gruppe im Auto bestohlen worden zu sein, erwartet diese ein Strafverfahren wegen Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Diebstahl. Darüber hinaus wurden alle beteiligten Personen nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt, da es sich um sechs Personen aus verschiedenen Haushalten handelte. (lt)

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