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Issing

14.04.2015

Hilfe für die Mariengrotte

Die Mariengrotte in Issing hat ein neues Dach bekommen, die Seitenwände werden nun erneuert, Albert Schmid und Erika Kaindl kümmern sich darum.  Die Marienstatue hat einige Wasserschäden abbekommen und soll auch restauriert werden.
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Die Mariengrotte in Issing hat ein neues Dach bekommen, die Seitenwände werden nun erneuert, Albert Schmid und Erika Kaindl kümmern sich darum.  Die Marienstatue hat einige Wasserschäden abbekommen und soll auch restauriert werden.
Bild: Thorsten Jordan

Das 114 Jahre alte Kleinod ist stark sanierungsbedürftig. Ehrenamtliche Helfer kümmern sich vor Ort um die Erhaltung des Bauwerks und berichten von den Schwierigkeiten.

Schon aus der Ferne ist ein lautes Hämmern zu hören. Geht man die Wessobrunner Straße weiter entlang, erkennt man auch schon bald zwei Helfer, die von einem Gerüst aus mühevoll die Fassade der Mariengrotte erneuern. Seit mehreren Jahren nun schon kümmern sich Erika Kaindl und Albert Schmid um das Bauwerk auf dem Grundstück der Katholischen Pfarrkirchenstiftung St. Margaretha. Doch es ist noch viel zu tun, um die langfristige Erhaltung des Schmuckstücks für die Issinger Bürger sichern zu können.

Vor vier Jahren, erzählt Erika Kaindl, haben sie zusammen mit anderen Issinger Helfern und der finanziellen Unterstützung zweier Familien die Grotte von Efeu befreit und auch die Kerzenleuchter und Figuren renoviert. Während der Arbeiten hätten sie jedoch festgestellt, dass das Dach der Mariengrotte dringend saniert werden müsse. „Seitdem haben Albert Schmid, mein Mann und ich uns zur Aufgabe gemacht, uns um die Erhaltung dieses schönen Bauwerks zu kümmern“, sagt sie. Unterstützt werden sie dabei von fleißigen Helfern, Maler- sowie Handwerksbetrieben aus dem Dorf. „Die Dachplatten wurden vergangenen Samstag schon komplett erneuert“, berichtet sie stolz. „Ohne die Hilfe des Handwerksbetriebs Müller wäre das aber nie möglich gewesen.“ Jeder packe mit an, manche würden sogar Kaffee und Kuchen vorbeibringen, wenn wieder gearbeitet wird. Erika Kaindl koordiniert die Sanierung.

Doch es ist nach wie vor nicht alles fertig an dem Ort der Besinnung, wie ihn viele Issinger nennen. „Es sind vor allem die Materialkosten, die Probleme bereiten“, ergänzt Schmid. „Die Arbeitsstunden spenden wir gerne.“ Sind die Fassaden an den Seiten der Grotte erst einmal vollständig erneuert, seien es vor allem der Himmel und die Marienfigur, die restauriert werden müssen. „Die Figur hat einige Wasserschäden abbekommen, die ausgebessert werden müssen“, sagt Schmid. „Für die Innenseite der Decke werden wir sicherlich einen Fachmann benötigen.“

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Denn die Arbeit an der Grotte ist nicht immer einfach. Aufgrund der unsicheren Statik des Bauwerks ist ein Gerüst notwendig, um die Sanierungsarbeiten durchführen zu können. „Alle Tätigkeiten werden vom Gerüst aus erledigt und manchmal müssen wir auch etwas improvisieren“, erzählt Kaindl. „Auch die Figuren haben wir zum Schutz vorübergehend ausgelagert, sodass ihnen nichts passiert“, ergänzt sie.

Die 1901 von Landsberger Steinmetzen errichtete Mariengrotte hat eine lange Tradition von Helfern, die sich Renovierungsarbeiten rund um die Anlage zur Aufgabe gemacht haben. Erika Kaindl zeigt Tafeln, die die Inschrift früherer Helfer erkennen lassen. Auch wenn erste Lichtblicke für die Erhaltung der Grotte erkennbar seien, hoffen die drei weiterhin auf zusätzliche ehrenamtliche Helfer. Dabei seien Tätigkeiten in verschiedensten handwerklichen Bereichen gefragt, betont Kaindl.

Doch auch mit finanziellen Spenden sei dem Team und dem Bauwerk in der Wessobrunner Straße geholfen, sagte sie. Die Kirchenverwaltung habe dafür ein extra Konto eingerichtet, auf das Geldspenden überwiesen werden können und ein kleiner Teil zur Erhaltung der Mariengrotte beigetragen werden kann.

Spenden können auf das Konto der Kirchenverwaltung eingezahlt werden: IBAN: DE41 7016 9541 0102 6174 55 bei der Raiffeisenbank Lech-Ammersee, BIC: GENODEF1THG, Stichwort: Mariengrotte. Ehrenamtliche Helfer können sich telefonisch bei Erika Kaindl melden: 08194/1775.

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