Benefiz

05.12.2011

Hilfe für die Region

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Bläserensemble Marktoberdorf unter der Leitung von Thomas Kindl bei m Benefizkonzert des Lions Club Landsberg.
Bild: Fotos: Julian Leitenstorfer

Lionsclub präsentierte Bläserensemble MOD und Vox Villae

Landsberg „Noch eine Benefizveranstaltung, ist das notwendig?“ Ja, das sei es, und zwar unbedingt, betonte Alfred Geyer, Präsident des Lions Club Landsberg, zu Beginn eines Benefizkonzerts für die „Kartei der Not“ in der Stadtpfarrkirche „Zu den Heiligen Engeln“. Immer wieder sei von plötzlichen, akuten Notfällen zu lesen, sagte Geyer, da sei es doch gut, dass es eine Einrichtung wie das Leserhilfswerk der Augsburger Allgemeinen und ihrer Heimatausgaben gebe, die schnell und unbürokratisch finanzielle Engpässe überbrücken könne.

Das jüngste Benefizkonzert war das dritte, das Bläserensemble Marktoberdorf und der Weiler Chor Vox Villae gemeinsam gestalteten. Mit dem Erlös aus den ersten beiden Konzerten war der Wiederaufbau eines Krankenhauses in Port-au-Prince, mitfinanziert worden. Dieses Mal sollte das Spendengeld in der Region bleiben. Bei der „Kartei der Not“ sei es in guten Händen, da es, wie Moderator Andreas Horber am Ende der Veranstaltung erklärte, es zu 100 Prozent Menschen in Not zugute komme, da die Augsburger Allgemeine alle Verwaltungskosten übernehme.

Weihnachtliche Einstimmung

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Das Programm der Musikensembles war weihnachtlich gestimmt. Andreas Horber kündigte als Erstes Musik mit dem Bläserensemble Marktoberdorf (Leitung Thomas Kindl) an.

Es begann festlich, mit Fanfare und Chorus von Dietrich Buxtehude und dem bekannten Choralvorspiel zu „Jesu bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach als Arrangement für Blechbläser, was der zarten Melodie besonderen Reiz verlieh. Von Henry Purcell, dessen Kompositionen wieder und wieder für Blasorchester arrangiert werden, spielten die Marktoberdorfer „Trumpet Tune and Air“. Es folgte der erste Block mit Vox Villae, dem Weiler Chor, dem Leiter Dr. Karl-Heinz Moser seinen unverkennbaren Stempel aufgedrückt und ihn innerhalb von ein paar Jahren konsequent vorwärtsgebracht hat.

Ein wenig wacklig noch klang lediglich der erste der zur Aufführung gebrachten Chorsätze, ein „Ave Maria“ von Heitor Villa-Lobos. Sehr sauber gestaltet waren „Maria durch ein Dornwald ging“ in einer Fassung von Rudolf Zöbeley, dem Gründer des Münchner MotettenChors, sowie das Abendlied von Clement Cotterill Scholefield. Der folgende Beitrag „Oh praise ye the Lord“ führte erstmals die beiden Ensembles zusammen. Schön war hier und auch bei dem weiteren, gemeinsamen Stück „1000 Sterne sind ein Dom“, einem in der ehemaligen DDR ziemlich beliebten Weihnachtslied, wie sich die Bläser zugunsten der Stimmen zurücknahmen und die beiden Ensembles gemeinsame Sache machten.

Wunderbares Flügelhorn

Mit einem Ausflug in die USA und Filmmelodie sowie Gospelmedley als Mitbringsel leitete das Bläserensemble über zum zweiten Teil des Spätnachmittags mit ein paar weltlichen Musikstücken. Vox Villae beschäftigte sich singend mit dem Abend und konnte unter anderem einen eigens für den gemischten Chor arrangierten Chorsatz präsentieren. Beeindruckend ist, wie der Chor die Spannung bis zuletzt hält, wie aufmerksam auf den Dirigenten geachtet wird, wie feinstes Pianissimo möglich ist. Das Bläserensemble wurde zum Ende hin noch einmal weihnachtlich, verwöhnte die Zuhörer mit einem wunderbaren Flügelhornsolo und unterschiedlichen Modulationen. Applaus – Zugaben.

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