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Spitalplatzschule

28.02.2015

Hilferuf erhört

Jugendsozialarbeit genehmigt

Nach den Grundschulen in der Katharinenvorstadt, der Platanenstraße und im Förderzentrum wird die Schule am Spitalplatz die vierte Grundschule sein, an der Jugendsozialarbeit eingerichtet wird. Die Arbeit aufnehmen soll der oder die Sozialpädagogin laut einstimmigem Beschluss des Verwaltungs- und Finanzausschusses Anfang 2016.

Anfang des Jahres hatte die Rektorin Edith Schmid einen entsprechenden Antrag an die Stadt Landsberg gerichtet. Sie erhofft sich dadurch eine wesentliche Unterstützung der Kinder bei der Bewältigung der Konflikte, die ihren Ursprung im Elternhaus, in der Schule oder im sozialen Umfeld haben. Lehrkräfte seien für diese komplexen Aufgabenstellungen neben der eigentlichen Unterrichtsarbeit weder ausgebildet noch stünde ihnen ausreichend Zeit zur Verfügung.

Am Spitalplatz, so schreibt Edith Schmid, würden derzeit rund 300 Kinder in zwei Schulhäusern unterrichtet. Dazu gibt es je eine Übergangsklasse mit Kindern der Jahrgangsstufe eins bis vier, die nur über unzureichende oder überhaupt keine Deutschkenntnisse verfügen sowie eine Kooperationsklasse, die in Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum geführt wird. Der Migrantenanteil der Schule betrage derzeit 23,43 Prozent, Tendenz steigend.

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Des Weiteren gäbe es Schüler, so Schmid weiter, die extreme Verhaltensauffälligkeiten oder Störungen aufweisen, wie auch Schüler mit fachärztlich festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Lehrkräfte könnten diese Defizite nicht immer auffangen.

Trotz vielfältiger Bemühungen der Schule wie einer Beratungslehrkraft, etwa 20 Lesepaten, der Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum und dem Jugendamt, das eine Jugendsozialarbeitskraft für die Spitalplatzschule bereits befürwortet hat (LT berichtete), sei die Einrichtung der Stelle unbedingt notwendig.

Finanziert wird die Fachkraft zu einem Drittel vom Freistaat, da der Anteil der Migrantenkinder bei über 20 Prozent liegt, den Rest teilen sich Stadt und Landkreis zu je 50 Prozent. Bis zur staatlichen Förderung übernimmt die Stadt zwei Drittel des ausfallenden Staatszuschusses.

Der Finanzausschuss ebnete mit seinem einstimmigen Beschluss den Weg für die Stelle. (lt)

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