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Projekt

23.03.2015

Hilti investiert mehrere Millionen in den Standort

Hilti baut ein Parkhaus und ein Trainingszentrum im Bereich der bisherigen Parkplätze, Geschäftsführer Thomas Berden zeigt den Standort des Parkhauses.
Bild: Thorsten Jordan

Das Unternehmen wird seine Deutschland-Zentrale umbauen. Neue Pforte, Parkhaus und Trainingszentrum

Die Bäume sind gefällt und bald können die Bagger anrollen. Dann beginnen auf dem derzeitigen Parkplatz bei Hilti in Kaufering die Bauarbeiten für ein Parkhaus und damit startet das Unternehmen auch eine neue Zeitrechnung. Der Konzern läutet damit seine neue Strategie „Champion 2020“ ein. Nicht nur in Sachen Infrastruktur wird an der Deutschland-Zentrale nachgebessert, sondern auch was Schulungsmöglichkeiten von Vertriebsmitarbeitern und die Bindung von Kunden anbelangt. Außerdem will Hilti bis zum Jahr 2020 seine Mitarbeiterzahlen in Kaufering erhöhen, wie Standortleiter Dr. Thomas Berden in einem Pressegespräch erläuterte.

„Was unseren Standort auszeichnet: Wir bilden die ganze Wertschöpfungskette ab – die Entwicklung, die Produktion, den Vertrieb und auch Logistik“, sagt Thomas Berden. Das größte Hilti-Produktionswerk weltweit hat unter anderem in Kaufering die Antriebs- und Bohrerfertigung sowie die Verbund- und Brandschutzfertigung und darüber hinaus auch Entwicklungsabteilungen. Vor fünf Jahren wurden neue Produktionsbereiche und ein Ausbildungszentrum eingeweiht. Investitionsvolumen: etwa 30 Millionen Euro. Und Hilti befindet sich weiter auf Wachstumskurs und treibt den stufenweisen Ausbau in Kaufering, wo rund 1300 Mitarbeiter beschäftigt sind, voran: „Um gute Produkte zu entwickeln, müssen wir weiter in die Entwicklung und Kapazität investieren. Dadurch können wir mehr Marktanteil erzielen. Dazu müssen wir die räumlichen und technischen Voraussetzungen schaffen“, so Standortleiter Thomas Berden weiter.

Erster Baustein ist die Realisierung des Parkhauses. Im April beziehungsweise Mai sollen die Arbeiten dafür beginnen. Im westlichen Teil, wo sich derzeit die Parkflächen befinden, entsteht ein rund zehn Meter hohes Deck mit vier Ebenen, das Platz für rund 500 Fahrzeuge bieten wird. Bis zum Jahreswechsel soll das Gebäude fertig sein. Der Parkplatz-Engpass, der während der Arbeiten entsteht, soll durch auf das Firmenareal verteilte Parkmöglichkeiten kompensiert werden. „Da brauchen wir die Disziplin der Mitarbeiter“, sagt Thomas Berden. Der aktuelle Empfangsbereich habe dann ausgedient. Er werde in das Parkdeck integriert und vorgelagert. „Die Pforte ist das offizielle Aushängeschild von Hilti für Gäste und Kunden. Die wollen wir repräsentativer gestalten und es besteht eh Sanierungsbedarf.“

Eng verbunden mit der Realisierung des Parkdecks ist ein weiterer Baustein. Direkt an der alten B17, auf der Westseite des Firmenareals, wo derzeit noch Parkflächen sind, wird ein neues Trainings- und Kundenzentrum realisiert. „Unser aktuelles Trainingszentrum ist aus den 60er-Jahren und einfach nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Berden. Um Vertriebsmitarbeiter besser schulen und noch Veranstaltungen für Kunden bieten zu können, entstehe dieses zusätzliche Gebäude. Ein Projekt, das sich derzeit in der Ausführung befinde, ist die Erweiterung des Mitarbeiterrestaurants. Dort soll die Kapazität um rund 40 Prozent gesteigert und gesundheitsorientiertes Essen angeboten werden. Bis September soll diese Maßnahme abgeschlossen sein.

Mit dem neuen Parkhaus und der Realisierung des neuen Trainings- und Kundenzentrums will Hilti seine Strategie „Champion 2020“ verfolgen, und die lautet: „Nachhaltige Wertgenerierung durch Marktführerschaft und Differenzierung“, so Standortleiter Thomas Berden. Bis ins Jahr 2020 werde das Unternehmen in Kaufering die Mitarbeiterzahlen erhöhen – im Vertrieb von derzeit rund 460 auf 550, im Bereich Entwicklung von 400 auf rund 600. Zusätzlich sollen die Zahlen bei Events und Trainingsveranstaltungen von 140 pro Jahr auf 280 verdoppelt werden.

In diesen stufenweisen Ausbau will das Unternehmen in Kaufering einen niedrigen zweistelligen Millionenbereich investieren, so Berden. „Das ist ein Vertrauen des Konzerns in den Standort. Wir wollen Wachstum – weltweit. Und Kaufering soll einen Beitrag dazu leisten.“ Er habe das Gefühl, dass die geplanten Erweiterungen bei den politischen Entscheidungsträgern vor Ort positiv begleitet werden. Ein anderes Thema, in dem der Markt Kaufering und Hilti direkt miteinander zu tun bekommen hätten, ist aber so gut wie vom Tisch. Wie mehrfach berichtet, gab es vor einigen Jahren Pläne, das benachbarte Bauhof-Areal an Hilti zu verkaufen, um so dem Unternehmen weiteren Platz zur Expansion zu bieten. Mit dem Erlös aus diesem Verkauf und dem der Flächen, wo aktuell das Feuerwehrhaus steht, hätte ein Neubau für Feuerwehr und Bauhof entstehen sollen. So sahen es die Pläne im Rathaus vor. Allerdings wird aus diesem Deal wohl nichts. „Wir brauchen den Bauhof zum jetzigen Zeitpunkt nicht“, so Thomas Berden auf Nachfrage zu diesem Thema.

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