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Pitzling

30.01.2019

Hirsch-Anwesen: Wollen die Pitzlinger einen Biergarten?

Die Gaststätte „Hirsch“ (im Hintergrund) ist Geschichte, aber der Biergarten (vorne) könnte noch verwirklicht werden.
Bild: Thorsten Jordan

Aus dem ehemaligen Gasthof Hirsch in Pitzling wird ein Wohnhaus. Aber draußen soll wieder ausgeschenkt werden. Die Bauherren wünschen sich ein Stimmungsbild.

Wollen die Pitzlinger wirklich, dass der Biergarten beim ehemaligen Gasthof Hirsch wiederbelebt wird? Das würden die Bauherren Thomas und Bernhard Reicherzer gerne von den Bürgern des Stadtteils erfahren, wie beide bei der Bürgerversammlung in Pitzling sagten. Beide hatten vor drei Jahren gesagt, dass sie das Wirtshaus und den daneben liegenden Stadel an der Seestraße abreißen und dort zwei neue Wohngebäude errichten wollen. Auch die frühere Kegelbahn soll verschwinden. Dort soll ein Gebäude mit Saal entstehen, über das der Biergarten bewirtschaftet wird.

Negative Einwände

Den Biergarten wiederzubeleben sei eine große öffentlichen Forderung gewesen, sagte Bernhard Reicherzer, es gebe jetzt aber bereits negative Einwendungen. Pitzling sei ein Ort der Rentner und Wohnort für Pendler, sei ihm gesagt worden, berichtete Thomas Reicherzer. „Wir werden und wollen das Vorhaben nicht durchführen, wenn’s Pitzling nicht haben will.“ Ohne den entsprechenden Rückhalt in der Bevölkerung wollen die beiden den Biergarten nicht durchziehen. Wie er dem LT sagte, sei keine durchgehende Gastronomie geplant, sondern ein Biergarten im Sommer an einigen Tagen die Woche, wie dies auch vorgestellt worden sei. Trotzdem habe es Zuschriften gegeben, in denen die Befürchtung geäußert worden sei, dass es zu laut wird.

Über den Biergarten wird schon lange in Pitzling diskutiert. Die Vorgeschichte lesen Sie hier: Trotz Kritik: Beim „Hirsch“ könnte es losgehen Neues Leben für den alten Biergarten

Mit dem Pitzlinger Stadtrat Franz Daschner ist man laut Reicherzer übereingekommen, dass dieser alle interessierten Bürger einlädt und dann über das Thema gesprochen wird. Dabei kann freilich nur ein Stimmungsbild gezeichnet werden, was auch Thomas Reicherzer bewusst ist. Wenn einem Nachbarn ein Biergartenabend zu laut erscheint, wird er sich auch weiterhin dazu äußern können.

Bis sich auf dem Hirsch-Anwesen etwas tut, wird noch Zeit ins Land gehen: Laut Stadtbaumeisterin Birgit Weber werden zwar voraussichtlich die Baugenehmigungen sowohl für das Einfamilienhaus als auch das Gebäude anstelle des Stadels im Februar erteilt sein, aber die Reicherzers sehen keine Chancen, dann noch für 2019 Handwerker zu bekommen. Die Pläne für den Biergartenbereich wurden laut Thomas Reicherzer hintangestellt. Denn bei der Neugestaltung des Grundstücks sind nicht nur die privaten Bauherren gefragt, die Stadt muss dort auch den Hang sichern, wie Stadtbaumeisterin Weber erläuterte. Laut Thomas Reicherzer ist mit Hans Huttenloher von der Stadt vereinbart, dass wenn der Stadel abgerissen sei, die Stadt dies angehen wird.

Ein neuer Mittelpunkt

Ehemalige Gaststätte, Kirche und Maibaum, dieser Bereich bildet den historischen Ortsmittelpunkt in Pitzling. In der Bürgerversammlung ging es aber auch um einen neuen Mittelpunkt des Ortes: die Alte Schule. In den Diskussionen um die Zukunftsstrategie Landsberg 2035 war ein Punkt, den Platz dort aufzuwerten. Die Ideen des Arbeitskreises hat der Pitzlinger Architekt Joachim Wahlich in einer Skizze zusammengefasst und in der Bürgerversammlung vorgestellt.

Als „ersten Schritt“ bezeichnete Wahlich es, den Bereich vor dem Gebäude umzugestalten, dann könnte man auch noch das Gebäude selbst optimieren und zum Dorfgemeinschaftshaus ausbauen. Die Feuerwehranfahrt soll in den nördlichen Bereich des Geländes verlegt werden, sodass südlich davon Raum geschaffen wird für Auftrittsmöglichkeiten beispielsweise der Musikkapelle. Das Schulhaus könnte barrierefrei mit einer Rampe gestaltet werden. Im Arbeitskreis war auch diskutiert worden, ein Café zu installieren, wie ein Redner berichtete. Übrigens ist auch schon eine Namensgebung angedacht: Dorfplatz mit Untertitel Luise-Rinser-Platz.

Für Franz Daschner ist „oberste Priorität“, dass die Feuerwehr miteinbezogen ist in die Diskussion um die Anfahrt und dass der Kinderspielplatz erhalten bleibt. Gelder für eine Planung im Bereich des Alten Schulhauses in Pitzling sind heuer noch nicht eingeplant. Schon umgesetzt ist zu seiner Freude jedoch das Speed-Display am Ortseingang, und die Mitfahrbänke sind wie berichtet in Planung.

Das sagt LT-Redakteurin Stephanie Millonig zu den Plänen auf dem Hirsch-Anwesen und an der Alten Schule: Warum nicht zwei Treffpunkte in Pitzling?

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