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Denklingen

23.02.2018

Hirschvogel wächst und wächst

Bei Hirschvogel in Denklingen werden Werkteile für die Automobilindustrie hergestellt. Das Denklinger Unternehmen ist weiter auf Wachstumskurs.
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Bei Hirschvogel in Denklingen werden Werkteile für die Automobilindustrie hergestellt. Das Denklinger Unternehmen ist weiter auf Wachstumskurs.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Das Unternehmen profitiert davon, dass weltweit immer mehr Autos verkauft werden. Auch am Hauptsitz in Denklingen macht sich das bemerkbar.

Wenn das Wetter mitspielt, dann rücken die Bagger in den nächsten Wochen an. Gleich gegenüber dem Haupteingang der Firma Hirschvogel in Denklingen soll ein Parkplatz mit 600 Stellplätzen errichtet werden. Auf dem alten Parkplatz entsteht dann ein weiteres Verwaltungsgebäude und im Süden des Firmenareals ein Anbau an eine bestehende Fertigungshalle. Das Unternehmen, das für die Automobilindustrie Stahl und Aluminium umformt und weiterveredelt, wächst und wächst – nicht nur am Hauptsitz in Denklingen. Darüber informierten die Geschäftsführer der Hirschvogel Holding GmbH am Freitag in einem Pressegespräch.

Das mögliche Dieselfahrverbot sehen die Verantwortlichen locker

Wachstum Dr. Thomas Brücher, Geschäftsführer Vertrieb, Einkauf und Entwicklung, spricht vom Rückenwind, den sein Unternehmen durch das dreiprozentige Wachstum in der Automobilbranche im vergangenen Jahr hatte. Der Rückenwind soll heuer anhalten – auch wenn es zu einem Dieselfahrverbot in Ballungsräumen kommen sollte. „Wir können das gut wegstecken“, sagt Brücher.

Wuchs der Umsatz der Hirschvogel-Gruppe im vergangenen Jahr um über 15 Prozent auf 1,167 Milliarden Euro, rechnet der für die Finanzen zuständige Geschäftsführer, Dr. Alfons Hätscher, für 2018 mit einem Umsatz-Hoch von rund 1,3 Milliarden Euro. An den Standorten in Denklingen und Schongau soll der Umsatz um sechs Prozent auf 900 Millionen Euro steigen, den prozentual stärksten Anstieg verzeichne man aber in den Werken in China und Indien.

Investitionen Über 150 Millionen Euro hat die Hirschvogel-Gruppe zuletzt vor allem für Gebäude und Anlagen ausgegeben. Allein in Denklingen und Schongau waren es rund 50 Millionen Euro. „Als Jahr der Umzüge“ bezeichnete Frank M. Anisits, Geschäftsführer Produktion, das vergangene Jahr in Denklingen. Denn die gut 10.000 Quadratmeter große Halle 16 sei mit Pressen gefüllt worden. Heuer soll an die vor einigen Jahren errichtete Halle angebaut werden. Bisher wurde in Denklingen nur Stahl umgeformt, künftig sollen in dem Neubau aus Aluminium unter anderem Fahrwerksteile hergestellt werden. Im August beginnen die Arbeiten an dem über 150 Meter langen Bau.

In Deutschland gibt es viele neue Arbeitsplätze

Mitarbeiter Weltweit sind 5300 Menschen für die Hirschvogel-Gruppe tätig, 3600 davon in Deutschland. Auch in diesem Bereich wächst das Unternehmen. So kamen in Denklingen und Schongau im vergangenen Jahr 150 Frauen und Männer dazu. Und auch in diesem Jahr werden neue Mitarbeiter eingestellt – in Deutschland sind 200 neue Arbeitsplätze geplant. Dem Fachkräftemangel begegne Hirschvogel mit eigenen Auszubildenden. Wie Alfons Hätscher sagt, sind es allein in Deutschland 155. Probleme gebe es im Bereich der Informationstechnologien. „Da ist es schwer, geeignete Arbeitskräfte zu finden“, sagt der Geschäftsführer Finanzen.

Mittlerweile gibt es auch in Landsberg einen Standort

Innovation Seit vergangenem Jahr hat Hirschvogel auch einen Standort in Landsberg. Am Penzinger Feld sind auf 400 Quadratmetern Bürofläche die Tech Solutions und die Ceravis Beteiligungs GmbH beheimatet. Bei Tech Solutions werden laut Frank M. Anisits Bauteile aus Kunststoff und seit Kurzem auch aus Metall mithilfe eines 3-D-Druckers erstellt. Das Ziel sei es, das Geschäftsfeld in den nächsten Jahren auszubauen und auch für lokale Kunden Werkzeuge zu fertigen.

Bei Ceravis – cervus ist das lateinische Wort für Hirsch, avis für Vogel – soll jungen Firmen dabei geholfen werden, ihre Geschäftsmodelle zu entwickeln. Neue Ideen, Technologien und Produkte will Hirschvogel nicht verschlafen. Auch in Sachen Elektromobilität und autonomem Fahren will man sich so aufstellen, dass man mit den Veränderungen klarkommt. „Wir wollen innovativ bleiben“, sagt Brücher.

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