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Gartensaison

14.04.2015

Hobby-Gärtner aufgepasst: Tipps für die eigene grüne Oase

Claudia Lorenzer aus Igling gibt Gartentipps. Die stellvertretende Vorsitzende der Gartenfreunde Igling-Holzhausen verbringt so viel Zeit wie möglich in ihrem Garten.
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Claudia Lorenzer aus Igling gibt Gartentipps. Die stellvertretende Vorsitzende der Gartenfreunde Igling-Holzhausen verbringt so viel Zeit wie möglich in ihrem Garten.
Bild: Julian Leitenstorfer

Mit dem Sonnenschein beginnt nun auch die Hochsaison für alle Hobbygärtner. Experten verraten, worauf man achten muss und welche Pflanzen im Trend liegen.

Schon beim ersten Schritt durch das Gartentor merkt man, dass hier nichts oder nur wenig dem Zufall überlassen ist. Claudia Lorenzer aus Igling kümmert sich leidenschaftlich gern um ihren Garten – den Ort, an dem sie sich wohlfühlt und an dem sie trotz der intensiven Pflege Ruhe empfindet. Gerade pflanzt sie Aurikel in ihr „grünes Wohnzimmer“, wie sie es gerne nennt und gibt gleichzeitig ein paar Tipps rund um die Gartenarbeit.

Sie verbringe so viel Zeit wie möglich in ihrem Garten, es mache ihr nichts aus, täglich anzupacken, sagt Claudia Lorenzer, die auch stellvertretende Vorsitzende der Gartenfreunde Igling-Holzhausen ist. „Es ist eine ausgleichende Arbeit und die Erfolgserlebnisse, wenn die Blumen anfangen zu blühen, oder die Bäume beginnen, Früchte zu tragen, bereiten mir große Freude“, erzählt sie.

Claudia Lorenzer notiert Fortschritte im Gartentagebuch

Genau wie für viele andere Hobby-Gärtner geht für Lorenzer die Gartensaison jetzt so richtig los. Sie notiert alle Schritte in ihrem persönlichen Gartentagebuch und beobachtet alle Geschehnisse auf ihrer Grünfläche genau. „Es kommt schon mal vor, dass sich eine Erdkröte oder die Schildkröte des Nachbarn hierher verirrt“, verrät sie lachend. „Für mich ist es sehr spannend, die verschiedenen Pflanzenverwandschaften und den Verlauf der Jahreszeiten zu beobachten.“ Auf Kunstdünger verzichtet sie dabei vollständig, denn sie mag es, Pflanzen wie Feldsalate oder auch Bärlauch guten Gewissens zu ernten und anschließend zu essen.

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Anderen Hobby-Gärtnern rät sie, viel auszuprobieren und die Entwicklungen zu verfolgen. Besonders für kleinere Gärten seien kleine Obstbäume oder kleine Beerensträucher ein idealer Zuwachs, denn sie würden nur überschaubar Ertrag abwerfen und daher keine ungeheure zusätzliche Arbeit bereiten. Claudia Lorenzer versucht sich gerade selbst daran, Aprikosen- und Pfirsichbäume sowie Spargel heranzuziehen.

Rosen kräftig zurückschneiden, erhöht die Blühfreudigkeit

Und die Iglingerin hat auch noch einen weiteren Hinweis: Hobbygärtner sollten sich nicht davor scheuen, die Rosen kräftig zurückzuschneiden. „Das erhöht anschließend die Blühfreudigkeit und beugt Pflanzenkrankheiten vor.“ Außerdem solle beim Kauf im Gartencenter immer darauf geachtet werden, dass es sich um ungefüllte Pflanzen handle. Nur so hätten Bienen Zutritt zum Nektar und könne ein tierreicher Garten ermöglicht werden.

In den Garten- und Blumencentern hat die Saison nun auch so richtig begonnen. Lief das Ostergeschäft aufgrund des späten Schneefalls noch eher mäßig an, explodiere die Nachfrage nun seit vergangenem Wochenende regelrecht, sagt Florian Scherdi von Scherdis Blumenwelt in Landsberg. „Besonders Gemüse und Kräuter sind zu Beginn der Saison besonders beliebt“, sagt er. „Die Leute mögen es, ihre Beete selbst anzupflanzen und ernten zu können und schließlich die Erträge zu essen.“ Dabei würden sich auch immer mehr junge Leute für den Anbau von Beeten begeistern. Ebenso zeichne sich ein Trend ab, der weggehe von chemischen Düngemitteln, hin zu organischen Produkten. „Bei organischen Düngemitteln kann man im Vergleich zu chemischen nicht viel falsch machen und daher bieten sie sich auch für unerfahrene Gärtner und Einsteiger hervorragend an“, sagt Scherdi.

Der Schnee war wie ein Schutzmantel für die Pflanzen

Die Ausgangslage ist für Hobbygärtner heuer gut. Der lange Winter sei für die Pflanzenwelt nicht allzu schädlich gewesen, wie Sandra Mackowiak vom Gartenfachmarkt Geier in Weil erzählt. Da er dieses Jahr so schneereich, aber nicht so kalt gewesen sei, habe der Schnee eine Art Schutzmantel für viele Pflanzen gebildet. Für die Balkonpflanzen sei es hingegen erst Ende April bis Anfang Mai so weit, verrät sie unserer Zeitung. „Man sollte jedoch auch dann nach wie vor nachschauen, wie kalt es nachts wird und gegebenenfalls die Pflanzen abdecken.“ Auch mit dem Sommerflieder solle man zunächst noch warten, denn die Zeit der Eisheiligen, vom 11. bis zum 15. Mai, stünde noch bevor. In diesen Tagen sei oftmals noch mit einem spontanen Kälteeinbruch zu rechnen.

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