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04.02.2008

Holzhausen-West: Im Süden gibt es kein weiteres Baurecht

Der Uttinger Gemeinderat hat sich ausführlich mit dem Bebauungsplan Holzhausen-West beschäftigt, "einem der schwierigsten, die wir in der letzten Zeit zu behandeln hatten", so Bürgermeister Josef Klingl. Denn Basis ist ein Bebauungsplan (BP) aus den 60er Jahren, der sehr hohes Baurecht vorgibt, beziehungsweise dessen Vorgaben in Bezug auf die Höhe des Baurechts unklar sind, wie der Baujurist Dr. Gerhard Spieß bereits im Oktober feststellte. Spieß hatte aber deutlich gemacht, dass es möglich sei, Baurecht einzuschränken, wenn sich dies städteplanerisch begründen lässt.

Die Zielrichtung bei der Überarbeitung des BP Holzhausen-West geht dahin, dass in dem Bereich nordwestlich der Fritz-Erler-Straße eine gewisse bauliche Entwicklung möglich sein soll, während im Bereich südöstlich der Straße der Bestand festgeschrieben wird, da dieses Areal "Richtung Außenbereich" wirkt. Zugestimmt wurde so auch einem fünften Gebäude auf einem Grundstück zwischen Fritz-Erler- und Adolf-Münzer-Straße. "Wir haben jetzt dort statt vier übergroßen Häusern, vier große", so Klingl, der darauf verwies, dass dieser nordwestliche Teil, nicht mit dem südöstlichen verglichen werden dürfe.

Die Gemeinde hatte sich in der Vergangenheit bereits gegen den Bau von drei Häusern im Süden gewehrt, seitens des Landratsamtes waren die Flächen jedoch dem Innenbereich zugeordnet worden, da am Südende der Fritz-Erler-Straße schon seit Jahrzehnten ein Haus existiert. Dass jetzt das Landratsamt feststellt, dass eines der Grundstücke noch im Landschaftsschutzgebiet sei, bezeichnete Josef Lutzenberger (GAL) als "Hammer". Da die neuen Häuser jedoch schon stehen, hat die Gemeinde bereits die Herausnahme der Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet beantragt.

Auslöser für die Bebauungsplanänderung war ein Bauwunsch an der Stelle, wo einst das Atelier des Malers Fritz Erler gestanden hatte. Dieses östlich in zweiter Reihe stehende Gebäude wird als "Ausreißer" im Bebauungsplan gesehen. Dem jetzt vorliegenden Bauantrag für dieses Grundstück stimmte der Gemeinderat unter einem späteren Tagesordnungspunkt zu, beziehungsweise hob die Veränderungssperre auf, da die Pläne dem künftigen Bebauungsplan entsprechen. Die Kubatur sei entsprechend dem Bestand, erläuterte Ulrike Angerer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München. "Die neue Planung ist wesentlich kleiner", so Bürgermeister Josef Klingl.

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Einstimmig erfolgten auch die Abwägungsentscheidungen zu den Einwendungen. Die Wünsche von Grundstückseigner im südlichen Bereich nach mehr Baurecht lehnt der Gemeinderat ab mit Verweis auf die Wirkung in den Außenbereich hinein, die Grundstücksflächen sind teilweise als privates Grün definiert.

Kein Ponystall auf der Wiese

Dort sind auch keine Nebenanlagen erlaubt, so dass auch ein Bauherr scheiterte, der einen Unterstand für Schafe und Ponys bauen will. Nach der Sitzung haben sich die Antragsteller noch einmal an die Gemeinde gewandt und erläutert, dass sie Tiere aus dem Tierheim aufnehmen würden und darauf verwiesen, dass auf einem benachbarten Grundstück ein Pferdestall stehe und ein Schwimmbad genehmigt worden sei. Das Naturschwimmbad war 2006 auch als Retentionsfläche zugelassen worden. "Es ragt nicht heraus" erläuterte Klingl gegenüber dem LT. Nebenanlagen wie Stadel seien aber auf einer privaten Grünfläche nicht erlaubt. Ob Weidezelte oder ähnliche Einrichtungen möglich seien, müsse geprüft werden. Bezüglich des anderen Schuppens, erläuterte Klingl, dass die Gemeinde nicht die Bauaufsichtsbehörde sei.

Wegen der inhaltlichen Änderungen wird der Bebaungsplan erneut ausgelegt.

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