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Hopfengartenstraße

18.05.2018

Hopfengartenstraße: Mit Walmdach geht es jetzt

Dieses Haus in der Schwaighofstraße gilt als Bezug für die geplante Neubebauung in der Hopfengartenstraße.
Bild: Thorsten Jordan

Etwas abgespeckte Planung für drei Mehrfamilienhäuser wird akzeptiert

Die drei umstrittenen Mehrfamilienhäuser, die in der Hopfengartenstraße gebaut werden sollen, haben jetzt die Zustimmung des Landsberger Stadtrats gefunden. Am Mittwochabend lag dem Gremium eine etwas abgespeckte und auch optisch veränderte Planung vor. Mit 16:11 Stimmen wurde das Einvernehmen zu der Bauvor-anfrage erteilt.

Die augenfälligste Änderung gegenüber der bisherigen Planung dürfte sein, dass die Gebäude kein Flachdach über dem obersten Staffelgeschoss erhalten sollen, sondern ein Krüppelwalmdach. Weniger ins Auge fallen dürfte die um 18 beziehungsweise 19 Quadratmeter kleinere Grundfläche (bei insgesamt nunmehr 285 Quadratmetern) der Häuser. Durch die jetzt geneigten Dächer entsteht jedoch eine höhere Firsthöhe (10,47 statt neun Meter), die Wandhöhen bleiben mit sechs Metern unverändert.

Wie schon bei den Planungen vom Herbst des vergangenen Jahres erachtete auch dieses Mal das Bauamt die Pläne als genehmigungsfähig. Ähnliche Grundflächen (maximal 335 Quadratmeter) und Höhen (maximal 10,27 Meter Firsthöhe) gebe es auch in der Umgebung.

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Anders als im November, als der Stadtrat das Einvernehmen bei Stimmengleichheit versagte, schloss sich das Gremium jetzt der Auffassung des Bauamts mehrheitlich an. Über die baurechtliche Beurteilung hinaus wies Axel Flörke (Landsberger Mitte) darauf hin, dass auch nicht mehr alle Anwohner dagegen seien, und die geplanten 18 Wohnungen würden dringend gebraucht. Auch rechtlich sah Jost Handtrack (Grüne) nun keine Handhabe mehr, dagegen zu stimmen. „Wir kommen einfach nicht umhin, das zu akzeptieren.“

Das machten sich freilich nicht alle Stadtratsmitglieder zu eigen. Mit Blick auf Paragrafen des Baugesetzbuchs, das regelt, wann sich ein Neubau in die Umgebung einfügt, sagte Reinhard Skobrinsky (BAL): „Paragraf 34 bedeutet nicht, dass jeder bauen kann, wie er will.“ Die geplanten „drei Klötze“ passten nicht in die kleinteilige Umgebungsbebauung.

Ähnlich argumentierte Wolfgang Neumeier (UBV): Das in der Sitzungsvorlage genannte Haus mit dem Krüppelwalmdach in der Schwaighofstraße sei für das Gebiet „atypisch“ und können nicht als Bezug herangezogen werden. Außerdem seien die Häuser bis auf einen Zentimeter so hingeplant worden, dass damit noch kein drittes Vollgeschoss entsteht. (ger)

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