1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Huber-Häuser: Gemeinde als Erbin genannt

Neujahrsempfang

12.01.2014

Huber-Häuser: Gemeinde als Erbin genannt

Gehören der Gemeinde Dießen bald Gebäude der ehemaligen Druckerei Huber? Beim Neujahrsempfang berichtete Bürgermeister Herbert Kirsch, dass es ein entsprechendes Testamtent gebe, aber auch ältere Verträge. Der Nachlass muss noch rechtlich geklärt werden.
Bild: Stephanie Millonig

Bürgermeister Herbert Kirsch informiert über Testament. Nachlass muss jedoch erst rechtlich geklärt werden

Gehören Gebäude der ehemaligen Druckerei Huber in der Johannisstraße bald der Marktgemeinde Dießen? Die Kommune ist in einem Testament in diesem Sinne bedacht, wie Bürgermeister Herbert Kirsch beim Neujahrsempfang öffentlich machte. Eigentlich steht für den Rathauschef bei dieser jährlichen Veranstaltung das Engagement verdienter Ehrenamtlicher und erfolgreicher Sportler im Fokus, heuer landete Kirsch jedoch mit dieser Neuigkeit einen Coup.

Freilich gibt es aus der Vergangenheit noch andere vertragliche Vereinbarungen, wie Kirsch berichtete, das Nachlassgericht müsse prüfen, wer der rechtmäßige Erbe sei. Die Eigentümerin der Immobilie sei im vergangenen Jahr mit 95 Jahren gestorben. „In einem jüngsten Testament ist unter anderem die Gemeinde bedacht.“ Kirsch hätte nichts dagegen, wenn Dießen für die Immobilie verantwortlich wäre.

Die ehemalige Druckerei zählt zu den prägenden Gebäuden in Dießens Hauptverkehrsader. Josef Carl Huber gründete 1879 die Graphische Kunst- und Verlagsanstalt Jos. C. Huber mit Buchbinderei und Buchdruckerei. In den 1970er-Jahren erwarb der Verleger Dr. Herbert Fleißner die Firma, die bis 2003 in der Johannisstraße aufrechterhalten wurde, dann aber zu einem neuen Standort nach Garching wanderte. Das Unternehmen beantragte jedoch 2004 Insolvenz. Der Gebäudekomplex wird derzeit teilweise genutzt, unter anderem ist ein Antiquariat dort untergebracht und es sind Wohnungen vermietet.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Neben diesem „spannenden Prozess“, der Dießen die nächste Zeit beschäftigen wird, sprach Kirsch die Sanierung des Bahnhofes an, der zum „Bürgerbahnhof“ werden solle und den barrierefreien Umbau der Mühlstraße.

Der Jahreswechsel wird laut Kirsch zur Reflexion genutzt und jetzt zur Wahl würden die Bürger mit vielen kommunalen Themen bekannt gemacht. Die Gemeinde stehe gut da, sei seit Jahresende schuldenfrei. „Ich bin dankbar, in einer der schönsten, liebenswertesten Gegenden zu leben.“ Sicherlich gebe es auch Unzulänglichkeiten, „es gibt immer was, was man verbessern kann“.

Ehrungen für verdiente Dießener

Die, die auf gesellschaftlicher Ebene daran arbeiten, dass in Kirche und Vereinen die Strukturen stimmen oder als Sportler den Namen der Marktgemeinde in Deutschland und der Welt bekannt machen, erhielten nach Kirschs kurzer Ansprache und musikalischen Einlagen der Band „Karacho“ des SOS-Kinderdorfes ihre Auszeichnungen. Für langjähriges Engagement im Ehrenamt wurden bronzene, silberne und goldene Bürgermedaillen verliehen unter anderem an Feuerwehrler, Veteranen, Trachtler und Schützen. Sportler wurden für ihren Einsatz im jeweiligen Verein geehrt oder für ihre erfolgreiche sportliche Leistung.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
19-01-19-ll-print-5D4_3077-Pano.jpg
Landsberg

Mondhalo: Besonderer Lichteffekt über Landsberg

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket