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Igling

01.04.2019

Igling: Die Straßensanierung verzögert sich

Die Bahnhofstraße in Igling kann dieses Jahr doch nicht mehr saniert werden, weil die Bahn eine Lagerfläche noch benötigt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Iglinger sollen die Bahnhofstraße erneuern. Was der Grund dafür ist.

Die Bahnhofstraße in Igling kann heuer nicht saniert werden. In der vergangenen Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Günter Först darüber, dass das Vorhaben verschoben werden müsse. „Die Bahn hat dort zwei Lagerflächen für ihre Bauarbeiten an der Bahnstrecke von Geltendorf nach Lindau angemietet. „Wir sind davon ausgegangen, dass diese bis Mitte des Jahres nicht mehr benötigt werden, was sich nun nicht bestätigt hat.“ Eine der beiden Flächen werde doch noch länger genutzt.

Mehr zum Thema Igling lesen Sie hier: Wird auch das Dorf zur Tempo-30-Zone?

Kritik an der Verschiebung

Kritik an der Verschiebung äußerte Gemeinderat Peter Heiland. „Ich kann nicht nachvollziehen, dass vor sieben Wochen offenbar niemand davon wusste und wir Geld für die Maßnahme im Haushalt eingestellt haben.“ Bürgermeister Först verwies auf Nachfrage des LT darauf, dass das Einstellen von Mitteln in den Haushalt für Projekte ein ganz normaler planerischer Vorgang sei. Es gebe noch keinen Beschluss des Gemeinderats, die Straße zu sanieren.

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Der Hintergrund für die Bauarbeiten

Hintergrund der Bauarbeiten ist die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Geltendorf und Lindau. Abgesegnet wurde in dem Zusammenhang auch eine Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn, der die Gemeinderäte im Februar aufgrund offener Fragen noch nicht zustimmen wollten. Es geht dabei um die beiden Kreuzungsvereinbarungen für die Brandholz- und die Eselsbergbrücke – beides Straßenüberführungen. Die Bahn verlangt die Anbringung eines Berührungsschutzes sowie die Erdung der Straßenüberführungen. Dabei fallen Kosten in Höhe von insgesamt 300000 Euro an, die von der DB Netz AG getragen werden. Der Berührungsschutz an den Brücken geht anschließend aber an die Gemeinde über, die Bahn zahlt dafür Ablösebeträge in Höhe von knapp 80000 Euro.

Die Gemeinde muss im Gegenzug für zukünftige Wartungskosten aufkommen. Laut Bahn sei das alle fünf oder sechs Jahre nötig, hieß es vergangenen Monat. Die Kosten dafür liegen bei rund 5000 Euro pro Brücke, informierte der Bürgermeister jetzt. Wenn an beiden Brücken der Berührungsschutz gleichzeitig erneuert wird, könne die Gemeinde aber mit einem Rabatt rechnen.

Im Februar kam zudem die Frage auf, wer für die Erneuerung der Erdungskappen zahlen muss. Da könne schnell ein höherer Betrag zusammenkommen, warnte Heiland damals. Auch diesbezüglich konnte der Bürgermeister jetzt eine Antwort liefern. „Wir sind als Oberlieger – die Bahn fährt unter der Brücke hindurch – immer diejenigen die zahlen müssen.“

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