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Landsberg

16.01.2019

Iglinger Straße: Die Asylcontainer werden abgebaut

Die Asylunterkunft in der Iglinger Straße in Landsberg wird abgebaut.
Bild: Thorsten Jordan

Nach dem Feuer wird der Standort in der Iglinger Straße in Landsberg aufgegeben. Was machen die früheren Bewohner jetzt?

Die Tage der Asylunterkunft in der Iglinger Straße in Landsberg sind gezählt. Nachdem es dort am 4. Dezember gebrannt hatte, wird der Landkreis Landsberg die Containeranlage aufgeben. Das teilt Pressesprecher Wolfgang Müller auf Nachfrage mit. Zum einen sei die Unterkunft nicht mehr bewohnbar, zum anderen werde sie auch nicht mehr benötigt. Die Asylbewerber, die dort bis zum Brand gelebt hatten, haben andere Zuhause gefunden.

Lesen Sie dazu auch: Landsberger Asylunterkunft ist nach Brand unbewohnbar

„Die Container werden nicht mehr benötigt und auch nicht mehr reaktiviert“, sagt Wolfgang Müller. Der Landkreis werde entsprechende Gespräche mit dem Vermieter der Anlage führen. Denn eigentlich sollte die Unterkunft noch bis Ende 2019 betrieben werden. So hatte es der Landsberger Stadtrat Ende 2014, Anfang 2015 beschlossen und damals die Errichtung der zweigeschossigen Anlage für bis zu 60 Bewohner genehmigt. Beim Brand Anfang Dezember war die Containeranlage mit 56 Personen nahezu komplett ausgelastet. Die meisten Bewohner waren bei dem morgendlichen Feuer bereits in der Arbeit oder in der Schule. Die noch zu Hause waren, konnten sich in Sicherheit bringen. Ein Mann wurde leicht verletzt.

Sehen Sie hier ein Video vom Feuerwehreinsatz:

Für die Bewohner ging es zunächst nach Kaufering

Unmittelbar danach brachte der Landkreis die 56 Personen in der Asylunterkunft in der ehemaligen Soccer- und Tennishalle neben dem Kauferinger Lechtalbad unter. Ungefähr die Hälfte von ist nach wie vor dort, wie Wolfgang Müller erläutert. Die anderen seien in einer anderen Flüchtlingsunterkunft im Landsberger Industriegebiet untergekommen oder seien bereits in eine eigene Wohnung vermittelt worden. Bei den noch in Kaufering verbliebenen hoffe man auch, eine private Unterbringung zu ermöglichen.

Wir trafen einige der Bewohner nach dem Feuer zum Interview: Was sich die Flüchtlinge nach dem Brand wünschen

Warum es Anfang Dezember in der Anlage in der Iglinger Straße gebrannt hat, ist offen. „Der Ermittlungsstand ist unverändert“, sagt Pressesprecher Peter Grießer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Man habe die Vermutung, dass ein Herd eingeschaltet war. Ausgebrochen war das Feuer in einer ehemaligen Teeküche im Obergeschoss. „Wer verantwortlich ist, ist unklar. Das Zimmer war offen. Es hätte theoretisch jeder sein können“, so Grießer weiter. Man ermittle jedoch weiter wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Wann die Containeranlage in der Iglinger Straße konkret abgebaut wird, ist laut Landratsamt noch offen.

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