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Jahresrechnung

28.03.2011

Im Großen und Ganzen zufrieden

Pürgener Gemeinderat soll über Mehrkosten schneller informiert werden

Pürgen Manfred Haschka hat in der jüngsten Ratssitzung in Pürgen das Ergebnis der örtlichen Rechnungsprüfung für das Jahr 2009 vorgestellt. Die im Vorjahr angeregten Maßnahmen seien umgesetzt worden. In der Feststellung des Jahresergebnisses schloss der Verwaltungshaushalt 2009 mit 4,27 Millionen Euro und überstieg den Ansatz damit um rund 100 000 Euro.

Die über- und außerplanmäßigen Ausgaben betrugen knapp 260 000 Euro. Der Vermögenshaushalt schloss mit 3,34 Millionen und lag 110 000 Euro über dem Ansatz. Hier betrugen die über- und außerplanmäßigen Ausgaben 364 890 Euro. Diese beschloss der Gemeinderat (mit Enthaltung von Bürgermeister Klaus Flüß) einstimmig. Flüß kommentierte die Zahlen: „Wir hatten 2009 Zuschüsse für den Straßenbau eingeplant, die aber nicht kamen.“ Der Gesamthaushalt sei nicht überschritten worden, betonte er, lediglich einzelne Haushaltsstellen.

Doppelt so teuer

Im Großen und Ganzen zufrieden

Deutlich überstiegen den Ansatz die Haushaltsstellen Schülerbeförderung (20 000 Euro), Friedhof Stoffen (34 000 Euro) und Gewerbesteuerumlage (45 000 Euro). Im Vermögenshaushalt verursachte die Sanierung der Weilheimer Straße wegen des belasteten Materials Mehrkosten von 36 000 Euro, die Straßenbeleuchtung und auch der Neubau einer Wasserleitung kamen doppelt so teuer wie geplant.

Stichprobenartig wurde überprüft, ob die Gemeinde wirtschaftlich und sparsam haushaltet. Als Beispiele führte Haschka die vier Bushäuschen an, die um 3000 Euro teurer ausfielen als vorgesehen und die Lärmschutzwand, die um 8000 Euro günstiger wurde. Im Vergleich des Zehnjahreszeitraumes hat sich der Schuldenstand der Gemeinde laut Rechnungsprüfung um 700 000 Euro erhöht. Er war zwischenzeitlich auf mehr als das Doppelte angewachsen, wird seit 2007 kontinuierlich abgebaut und hat mit 3,17 Millionen Euro Ende 2009 etwa den gleichen Stand wie 2001 erreicht. In etwa die gleiche Entwicklung nahm die Tilgung.

An Empfehlungen gab der Prüfungsausschuss aus, dass der Gemeinderat zu unterrichten ist, wenn Kosten nach einem Ratsbeschluss wesentlich höher oder niedriger ausfallen. Ausschlaggebend waren für diesen Punkt wohl die Mehrkosten von 34 000 Euro (geplant: 21 000 Euro) bei der Neugestaltung des Friedhofs Stoffen, die wiederholt Diskussionsstoff lieferten. Im Auge zu behalten seien auch die Kosten der Schülerbeförderung, die im laufenden Jahr aber bereits wieder sinken. (res)

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