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14.03.2009

Im Kopf behalten, wo man herkommt

Landsberg (sas) - "Produktiv könntet ihr sein, wenn ihr nicht glauben würdet, verstehen zu müssen, bevor ihr euch dem Genuss eigener Fantasie hingebt". Dieses Zitat des befreundeten Regisseurs Jo Fabian liegt der begabten Jungschauspielerin Monika Vivell sehr am Herzen: Sie ruft extra noch einmal an, um es im richtigen Wortlaut wiedergeben zu können. Und dieses Zitat spricht für sich oder besser gesagt für sie: Kreativ, idealistisch, zielstrebig und von der Kunst des Theaters trotz hartem Arbeitsalltag zu hundert Prozent überzeugt. So wirkt sie, die gebürtige Landsbergerin, die, angefangen mit der Landsberger Bühne, mittlerweile in ganz Deutschland und sogar darüber hinaus, mit ihrem schauspielerischen Talent begeistert.

Die 1979 geborene Theaterschauspielerin besuchte die Landsberger Grundschule am Spitalplatz und absolvierte nach einigen Schulwechseln ihr Abitur an einer Münchner Mädchenschule. Schon während ihrer Kindheit und Jugend kam die Landsbergerin durch die gemeinsamen Theaterbesuche mit ihren Eltern ständig in Kontakt mit der Theaterkunst. Ein einschlägiges Erlebnis sei der Besuch von Shakespeares Tragödie "König Lear" von Dieter Dorn in den Münchner Kammerspielen gewesen. "Das, was die da machen, das will ich auch machen", so Monika Vivells Gedanken. Danach stand der Weg zum Theater für sie unabhängig von möglichen Ortswechseln fest: "Für mich war immer klar: Ich gehe dahin, wo sie mich nehmen", erzählt Vivell.

Ein wahnsinnig intensives Studium

Mit dem Wunsch, eine staatliche Hochschule zu besuchen, gelang ihr nach vielen Vorsprechen die Aufnahme an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Die Studienzeit in der lebendigen Hauptstadt sei fordernd gewesen, ein "wahnsinnig intensives" Studium mit einer 6-Tage-Woche und Arbeitszeiten bis spät in die Nacht. Besonders habe sie auch die frühe Zusammenarbeit mit den Regiestudenten begeistert. Mit einem der Regiestudenten, Alexander Charim, hatte sie einen ihrer ersten großen Bühnenerfolge: In "Liebe 1968" spielte sie international auf Festivals in Hamburg, Paris und Stockholm. Neben den Erfahrungen mit dem klassischen Theaterbetrieb im Deutschen Theater Berlin und am batBerlin wirkte Vivell in verschiedenen Lesungen mit. Seit September 2007 spielt sie im Theater Konstanz, wobei ihr Lebensmittelpunkt trotz wenig dort verbrachter Zeit noch immer Berlin ist. Wie denn ihr Verhältnis zu den Landsbergern sei? "Wohlwollend", so Vivell lachend. Das Verhältnis zu ihren Eltern, die laut Vivell jede ihrer Premieren besuchen, sei "sehr besonders" und auch die Verbundenheit zur "landsberger bühne" sei selbst nach ihrer professionellen Schauspielkarriere noch immer vorhanden.

Im Kopf behalten, wo man herkommt

Mit kreativen Menschen arbeiten

Sie interessiere sich sehr dafür, was ihre ehemalige Schauspieltruppe mache und versuche zu jedem neu-inszenierten Stück der Landsberger Bühne zu kommen. "Ich will nicht verlieren, zu wissen, wo ich herkomme", betont Monika Vivell. Generell sei es ihr wichtig, immer in Bewegung zu bleiben und mit kreativen Menschen zusammenzuarbeiten, die ihre Passion der Schauspielkunst teilen und ebenso ernst nehmen wie sie. Sich selbst kann die Konstanzer Theaterschauspielerin nur schwer beschreiben: "Ich versuche mit allem, was ich habe, da zu sein", und man merkt ihr ehrlich an, dass sie sich mit vollem Herzblut der Schauspielerei widmet.

Auch die Landsberger dürfen sich in der nächsten Woche von ihrer schauspielerischen Qualität überzeugen. Am Donnerstag, 19. März, ab 20 Uhr spielt Monika Vivell gemeinsam mit Otto Edelmann (Theater Konstanz) im Stadttheater Landsberg Dostojewskis "Weiße Nächte", eine bittersüße Liebesgeschichte, die empfindsam alle Facetten des (un)glücklichen Liebens aufgreift. Am darauf folgenden Sonntag, 22. März, ist sie dann in dem von ihr mitgestalteten, schwarzhumorigen Stück "Weaner Melange", eine ganz eigene musikalisch und literarische Mixtur mit einem "Augenzwinkern auf die Österreicher" gemeinsam mit Nico Selbach ab 20 Uhr im Foyer des Landsberger Theaters zu bewundern.

Karten Eintrittskarten gibt es im Stadttheater Landsberg, beim Reisebüro Vivell oder an der Abendkasse.

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