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Landsberg

19.01.2019

Im Mai wird das neue Tanklöschfahrzeug gesegnet

Der Vorstand der Landsberger Feuerwehr (von links): Kommandant Christian Jungbauer, stellvertretender Vorsitzender Lars-Hendrik Vockamm, Vertrauensfrau Katharina Kemény, Vorsitzender Robert Peez, Vertrauensmann Mario Novy, Zweiter Kommandant Markus Obermayer, Schriftführer Karl Mühlberger und Kassenwart Christian Krämer.
Bild: Stephanie Millonig

Bilanz: Was die Feuerwehr Landsberg 2018 geleistet hat und welche Pläne anstehen.

Der Hof des Gerätehauses ist saniert, das neue Tanklöschfahrzeug TLF 4000 wird am 4. Mai gesegnet und die Planungen für den Ankauf eines Drehleiterfahrzeugs für 2021 samt 160-Jahr-Feier sind angelaufen. Dies waren die großen Projekte, die in der Jahresversammlung der Landsberger Feuerwehr angesprochen wurden.

Welchen Aufgaben sich die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr zu stellen hatten, darüber referierte Kommandant Christian Jungbauer. Eine Bilderstrecke machte im Vorfeld auch optisch deutlich, dass Feuerwehrleute nicht nur zu Bränden ausrücken. Viele Bilder zeigten Verkehrsunfälle, die in der Statistik unter Technische Hilfeleistungen aufgelistet sind: Es gab 58 Brände, 166 Technische Hilfeleistungen, 106 Fehlalarme bei Brandmeldeanlagen, 97 Sicherheitswachten sowie 149 Übungen und Fortbildungen sowie.

Eine Brandmeldeanlage hat korrekt ausgelöst

Der einzige von einer Brandmeldeanlage gemeldete richtige Brand war laut Kommandant das Feuer im Asylcontainer in der Iglinger Straße am 4. Dezember. In der Einrichtung lebten 56 Asylbewerber, ein Mann wurde verletzt, als er sich abzuseilen versuchte. Die Polizei vermutet als Brandursache, dass ein Herd versehentlich angelassen wurde.

Bei den Einsätzen wurden 5057 Stunden ehrenamtlich geleistet. Dass im Vorfeld immer auch das Training steht, zeigte eines der Bilder aus dem Fotostream sehr plakativ: Am Flößerplatz und gegenüber auf der Westseite des Flusses waren Feuerwehrfahrzeuge platziert, die dem Lech Wasser entnahmen und in hohen Fontänen wieder in das Gewässer zurückgaben. Mit Übungen, Gerätepflege und Lehrgängen ergeben sich über 12000 Gesamtstunden. „Bei 94 Aktiven entspricht dies durchschnittlich 131,1 Stunden pro Mitglied“, sagte Jungbauer.

Von Unwettern sei man 2018 verschont geblieben, aber heuer habe man schon zwei Tage Schnee schaufeln dürfen, spielte er auf die Hilfe hiesiger Ehrenamtlicher in den Schnee-Katastrophengebieten an.

Eine große Herausforderung sei der Umbau des Hofs vor dem Gerätehaus gewesen. Denn die Fahrzeuge mussten immer einsatzbereit sein. Die Landsberger Feuerwehr hat 96 Aktive und wirbt auch erfolgreich Jugendliche an, wie aus dem Bericht von Jugendausbildungsleiter Richard Wegele hervorging.

Fast 100 Aktive gibt es

Die Vereinsaktivitäten – beispielsweise die Einrichtung einer Facebook-Seite, Ausflüge, die Johannisfeuer am Lech – stellte Vorsitzender Robert Peez vor. Er wurde wie sein Stellvertreter Lars-Hendrik Vockamm im Amt bestätigt. Mehrere Anwärter gab es für die Posten der Vertrauensleute, die als Bindeglied zwischen Mannschaft und Vorstand fungieren. Bestätigt wurde Katharina Kemény und neu gewählt Mario Novy.

Feuerwehrreferent Georg Krackhardt thematisierte, dass das Ehrenamt auch Familienzeit und Lebensqualität koste und trotzdem so viele sich engagierten. Kreisbrandinspektor (KBI) Peter Kawohl dankte für die Unterstützung bei der Ausbildung und verabschiedete sich, da er im September, wie berichtet, als KBI aufhören wird. Er sprach von einer sehr guten Zusammenarbeit: „Allein bei der Asylbewerberunterkunft, die Absprache war top.“

Eine neue Drehleiter kommt auch

Oberbürgermeister Mathias Neuner nannte künftige Feuerwehrprojekte, die anstehen, wie ein neues Feuerwehrhaus in Reisch und ein neues Drehleiterfahrzeug für die Landsberger Wehr. Sein Grußwort hatte diesmal eine persönliche Note: Neuner zitierte den Facebook-Post seines Cousins, des Krüner Bürgermeisters Thomas Schwarzenberger. Dieser reflektiert darin über die Hilfsbereitschaft, die sein von den Schneemassen bedrohtes Dorf gerade erhalten hat. In Landsberg seien nur das Sportzentrum und einige Autohäuser betroffen gewesen. „Das konnten wir selbst organisieren. Wir wussten aber auch, dass wir auf Euch zählen können.“

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