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Ludenhausen

28.04.2015

Im Mai wird es laut

Alle auf einem Fleck: die Schützengesellschaft „Hubertus“ Ludenhausen im Jahr 2015. Gegründet wurde der Verein im Jahr 1890 – heuer feiert er sein 125. Jubiläum, gemeinsam mit drei anderen Ludenhausener Vereinen. Die große Festwoche findet vom 15. bis 24. Mai statt.
Bild: Fototeam Ralf Pfeiffer

Vier Ludenhausener Vereine feiern gemeinsam. Das LT stellt sie vor. Heute: die Schützengesellschaft „Hubertus“.

Vier Ludenhausener Vereine, 455 Jahre Vereinsgeschichte: Die Feuerwehr, der Veteranen- und Reservistenverein, die Schützengesellschaft Hubertus und der Jugendclub feiern heuer große Jubiläen – zwei mal das 140., einmal das 125. und einmal das 50. Vom 15. bis 24. Mai findet deshalb im Ort eine große Festwoche mit dem Bayerischen Böllerschützentreffen und weiteren Jubiläumsveranstaltungen statt. Das Landsberger Tagblatt nimmt das zum Anlass, die vier Vereine vorab in loser Folge einmal genauer vorzustellen. Heute: ein Gespräch mit Schützenmeister Benedikt Happach und Ehrenschützenmeister Benedikt Meiendres.

Herr Happach, Herr Meiendres, im Mai wird in Ludenhausen groß gefeiert, unter anderem mit dem Bayerischen Böllerschützentreffen. Ein Fest nach Ihrem Geschmack?

Benedikt Happach Laut Gauschützenmeister Peter Brich ist es die erste Veranstaltung dieser Größenordnung im Schützengau Landsberg.

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Benedikt Meiendres:1998 wurde die Böllerschützengruppe unter Schussmeister Ulrich Weinberger ins Leben gerufen. Nun erfüllt sich der Traum unseres Böllerschützenreferenten Uli.

Wem ist denn der Slogan „Ein Dorf, vier Vereine, 455 Jahre“ eingefallen?

Meiendres: Mir, dem eingeheirateten Issinger, der seit 1975 fest mit der Dorfgemeinschaft verwurzelt ist.

Die Schützengesellschaft Hubertus wurde 1890 gegründet, die Statuten stammen aus dem Jahr 1912. Was kann man heute noch aus den Statuten von damals ableiten?

Happach: Der Zweck der Gesellschaft war es, sich wöchentlich im Winter zum Zimmerstutzenschießen zu treffen und nach Vereinbarung „andere Vergnügungen“ zu veranstalten. Heute könnte die Schießbeteiligung manchmal besser sein. Damals musste jeder an den Schießabenden nicht anwesende Schütze 20 Pfennig in die Vereinskasse zahlen. Heute sehen wir das etwas lockerer. Und: Bei den Vergnügungen im Schützenheim sind wir auf einem guten Level

Herr Meiendres, Sie sind Ehrenschützenmeister. Seit wann sind Sie Mitglied im Schützenverein?

Meiendres Seit 50 Jahren. Anfangs bei Diana Issing und später dann in Ludenhausen. Ich kann auf 40 Jahre Tätigkeit in der Vorstandschaft zurückschauen. Ich war Kassenwart, Schriftführer, Jugendleiter und übernahm 1983 das Amt des ersten Schützenmeisters von Leonhard Weinberger. Im Jahr 2013 habe ich mein Amt an Benedikt Happach abgegeben.

Happach: Es war keine Frage, Beni 2014 auf Grund seiner überragenden Verdienste zum Ehrenschützenmeister zu ernennen.

Was wurde in ihrer Amtszeit durchgeführt? Was ist besonders in Erinnerung geblieben?

Meiendres: Über so eine lange Zeit hatte ich mit allen Vorstandsmitgliedern ein gutes Verhältnis. Trotz der vielfältigen Aufgaben kam die Freundschaft nie zu kurz. Die größte Herausforderung für alle war 1990 das 100. Jubiläum mit Gauschießen, zu dem insgesamt 1363 Schützen aus 55 Vereinen kamen und ein großer Festumzug stattfand. Die Freundschaft mit der Schützenkompanie St. Jakob aus Osttirol hat bis heute Bestand und führte immer wieder zu unvergesslichen Begegnungen. 1998 sind wir vom Happerger in die Alte Schule umgezogen. Es entstanden sieben Schießstände und ein gemütliches Schützenheim.

Herr Happach, wie lange sind Sie im Schützenverein aktiv und wie hat sich der Verein sportlich entwickelt?

Happach: Ich habe 1985 als zweiter Jugendleiter begonnen, drei Jahre später wurde ich erster Jugendleiter. In den 1990er-Jahren hat sich fachlich und über den Sport hinaus viel Jugendarbeit entwickelt. Die sportlichen Aspekte gewannen ab 1986 – auch durch die Beteiligung an den Rundenwettkämpfen. Höhepunkt war die fünfjährige Zugehörigkeit zur Bezirksliga in der Disziplin Luftpistole. Derzeit haben wir unsere „Aushängemädels“ Michaela Brosselt-Guggemos und Daniela Stork an Teams der zweiten Bundes- beziehungsweise Bayernliga ausgeliehen.

Und wie geht es weiter?

HappachDer Verein wird sich weiterhin darum bemühen, das gesellschaftliche Leben im Ort mitzugestalten und Werte wie Treue und Kameradschaft im Schützengeist zu vermitteln. Gerade gegenüber den zahlreichen jugendlichen Schützen haben wir dazu eine Verpflichtung.

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